Er ist in jedem Land bekannt, tritt immer unter einem anderen Namen auf und ist ein kulturhistorisches Phänomen: Der Kasper.
Denn die Ahnen und Verwandten des Kasper waren ursprünglich längst nicht nur harmlose Spaßmacher. Sie waren plump, oft unverschämt und nicht immer jugendfrei.
In der „Kiste“ erwarten die Besucher Kasperlge-schichten von deutschen Wander- und Jahrmarkttheatern aus dem 19. Jahrhundert. Internationale Kasperl-Exponate reichen von historischen Spaßmacher-Figuren aus Frankreich, Italien, Spanien, England, Russland, den Niederlanden, der Tschechoslowakei bis hin zu usbekischen „Palvan Katschal“ Kasperlfiguren.
Film-, Foto- und Tondokumente zeigen die Wandlung des Kaspers vom prügelnden und pöbelnden Jahrmarktschläger zum pfiffigen Kinderfreund.
In einer großen Bühneninstallation wird die Zeit der Wanderpuppentheater wieder aufleben, die im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts von Ort zu Ort zogen.
Die Sonderausstellung „Der Kasperl im Puppenspiel“ ist täglich bis zum 23. Januar außer montags geöffnet von 10 bis 19 Uhr, die Kasse ist besetzt bis 18 Uhr.
Gruppen können sich unter der Telefonnummer (0821) 4503450 anmelden.
Nähere Informationen zur Augsburger Puppenkiste, zum Theatermuseum und zur Sonderausstellung gibt es im Internet unter www.augsburger-puppenkiste.de
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