21. Kemptener Jazz-Frühling mit 400 Musikern aus 18 Nationen
Der 21. Kemptener Jazz-Frühling wird die Allgäu-Metropole ab 30. April in Schwingung versetzen.
Neun Tage lang liegt Musik in der Luft – die Volksmusik aus den amerikanischen Südstaaten und alles, was sich daraus entwickelt hat.
400 Künstler aus 18 Nationen haben sich angesagt. Über 90 Konzerte, Vorträge und Ausstellungen stehen auf dem Programm.
Doch das Besondere am Kemptener Jazz-Frühling ist die einzigartige Atmosphäre in der Stadt. Um alle Häuserecken wehen Tonfetzen. Von der kleinen Clubbühne bis zur 1000 Menschen fassenden Kirche sind alle größeren Räumlichkeiten im Zentrum sowohl Podium als auch Treffpunkt.
Weltstars des Jazz fühlen sich im Allgäu wie zu Hause. Sie stehen auf der Bühne und mischen sich unters Publikum. Nächtliche Jam-Sessions bis 4 Uhr in der Früh brodeln vor Leben.
Seit 20 Jahren gelingt es dem Kemptener Kleinkunstverein „Klecks“ immer wieder, die Größen dieser Musikrichtung in die Provinz zu locken – nicht mit großen Gagen, sondern mit einer einzigartigen Betreuung.
Der Verein vermittelt den Künstler einen Familienanschluss über das Konzert hinaus. Dieser Funke des Wohlgefühls springt über von der Bühne ins Publikum.
Bei der Auswahl des Programm verliert der Klecks nie den eigentlichen Vereinszweck aus den Augen, nämlich die regionale Kultur zu fördern. Deshalb sind neben den berühmten Namen auch Bands und Solisten aus dem Allgäu und seiner Nachbarschaft fester Bestandteil des Festivals.
Die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder, die für den Jazz-Frühling ihre Freizeit, mitunter sogar ihren Jahresurlaub opfern, sind übrigens nicht die einzigen, die eine Woche lang nichts anders als Jazz im Sinn haben.
Seit Jahren eingebürgert hat sich ein Musiker-Frühstück im Vereinslokal „Klecks“ am Hofgarten – Auffangbecken und Zufluchtsort, Warteschleife und Vorbereitungsraum in einem. Bevor um 11 Uhr dort die Türen aufgehen, hat sich schon eine lange Warteschlange gebildet. Ab 11.30 Uhr geht es durch bis 4 Uhr früh.
Der 50 Köpfe umfassende Arbeitskreis Jazz im Kleinkunstverein mit insgesamt 700 Mitgliedern ist stolz darauf, dieses kulturelle Großereignis von europäischem Format – neben Montreux und Burghausen – ohne finanzielle Unterstützung auf die Beine zu stellen.
Nur ein einziges Konzert wird von einem örtlichen Geldinstitut gesponsert, nämlich das Gastspiel von Toots Thielemans, der die Mundharmonika als eigenständiges Jazz-Instrument etablierte und mit seinem Mainstream seit Jahrzehnten schon einen Platz in der Geschichte des Jazz eingenommen hat.
Das Festival-Büro ist unter Tel. 0171 / 14 83 83 3 erreichbar.
Weitere Infos im Internet erhalten Sie unter www.klecks.de
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