Beim ältesten Kulttanz Deutschland springen sie wieder, die „Wilden Mändle“
In diesem Jahr tanzen sie wieder, die „Wilden Mändle“ in Oberstdorf. Nur alle fünf Jahre wird der älteste Kulttanz Deutschlands aufgeführt, der "Wilde-Mändle-Tanz", der am 28. Mai erstmals zu sehen sein wird.
Die heidnische Tradition ist vermutlich keltischen Ursprungs und schon über 2000 Jahre alt. Seit der germanisch-alemannischen Zeit ist dieser Tanz dem Gott Thor gewidmet.
Der "Wilde-Mändle-Tanz" war früher im gesamten Alpengebiet verbreitet, aber nur in Oberstdorf wird er heute noch gepflegt. Die Sprünge und Figuren auf der Bühne der Oybele-Festhalle werden von Generation zu Generation weiter gegeben.
Nur Burschen alteingesessener Familien dürfen daran teilnehmen.
Mit graugrünem Tannengeflecht furchterregend vermummt, huschen die Akteure in fahlem Licht bei einer eintönigen Melodie des Akkordeons durch den Raum – mal bockig springend, mal mit Holzkeulen polternd.
Das Kostüm wird übrigens selbst gefertigt aus den Flechten von Fichten, Lärchen, Tannen und Ahorn in den Bergwäldern zwischen 1000 und 1600 Meter Höhe. Nur Augen und Nase spitzen aus dem Moosgewand hervor.
Bis zum 1. Oktober finden insgesamt acht Aufführungen statt, und zwar am 28. Mai, 16. Juli, 30. Juli, 13. August, 3. September, 17. September und am 1. Oktober jeweils samstags um 20 Uhr sowie am Sonntag, 28. August, um 13.30 Uhr.
Weitere Infos über Kultur und Brauchtum in der Ferienregion gibt es beim Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben, Postfach 10 25 29 in 86015 Augsburg, Tel. 0821 / 450 40 10, Fax 450 40 120, E-Mail info@tvabs.de , im Internet unter www.allgaeu-bayerisch-schwaben.de oder bei der Tourist-Information Oberstdorf, Marktplatz 7 in 87561 Oberstdorf, Tel. 08322 / 700-290, Fax 700-236 und im Internet unter www.oberstdorf.de
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