Sportwettenboom in Deutschland?
Mit der Liberalisierung der Sportwetten-Gesetzgebung in Europa und mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 steht Deutschland lt. Online-Nachrichtendienst "NeueNachricht" vor einem Sportwettenboom.
Demnächst wird sich auch das Bundesverfassungsgericht zum Thema Sportwetten äußern. Gemeinhin wird eine Liberalisierung des Marktes erwartet.
Was in England an der Tagesordnung ist, dürfte sich auch in Deutschland auf absehbare Zeit weiter verbreiten. Der deutsche Wettmarkt hat erhebliches Nachholpotenzial. Geschätzte eineinhalb Milliarden Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für Wettspiele von privaten Anbietern aus. Und die Tendenz ist steigend.
Nicht zufällig haben die reichsten Personen in den USA und Großbritannien wie Michael Tabor oder John Magnier ihr Vermögen der Vermittlung von Sportwetten und Wettbüros zu verdanken.
Deutsche Anbieter von Sportwetten erwarten ein ähnlich profitables Geschäft. Der Markt ist riesig - allein in Deutschland wird er auf 50 Milliarden Euro geschätzt.
Der Deutsche Buchmacherverband rechnet infolge einer Liberalisierung des Sportwettengeschäfts mit bis zu 30 000 neuen Arbeitsplätzen.
Christian Schindler, Analyst der Landesbank Rheinland-Pfalz, teilt die positive Einschätzung vieler Marktbeobachter für das Sportwettengeschäft. Er rechnet außerdem auch damit, dass einige TV-Sender in Zukunft Wettangebote machen werden, was das absehbare starke Wachstum der Branche bestätigt wird.
So reagiert auch die Stratega-Ost Beteiligungen AG www.stratega-ost.de aus Neuss auf diese Einschätzung von Branchenkennern und richtet ihre Aktivitäten auf Sportwetten aus. Auf ihrer Aktionärsversammlung Ende August wird sich die Stratega-Ost AG in Top-Wetten-AG umbenennen und ihre Geschäftsaktivitäten auf Sportwetten fokussieren.
Allein der gegenwärtige Marktführer Betandwin erzielt derzeit ein Gewinnwachstum von über 200 Prozent je Quartal.
"Langfristig gehen wir von 10 000 Wettbüros in Deutschland aus", sagte der Vorstandsvorsitzende der European Betting Association (EBA), Norbert Teufelberger, gegenüber Focus Money http://focus.msn.de.
Allein der Londoner Börsengang des englischen Wettanbieters Party Gaming hat diesem eine Marktkapitalisierung von sieben Milliarden Euro gebracht.
In Deutschland schätzt man den Gesamtmarkt derzeit auf 50 Milliarden Euro, dabei sind bislang nur Betandwin, Fluxx und Sportwetten.de überhaupt börsennotiert.
Die Bedeutung eines sportlichen Großereignisses für das Sportwettengeschäft bestätigt auch Manfred Bodner, Co- Vorstand der Betandwin AG: "Im Zuge der Fußball-EM wurden allein im Juni 2004 annähernd 56.000 Neuregistrierungen verzeichnet."
Quelle: (www.ne-na.de)



