New Orleans war bekannt für seine ethnische, kulturelle und musikalische Vielfalt. Die heterogenen Gruppen und Schichten, die in mannigfaltiger Weise die Stadt mit geprägt haben, waren das besondere dieser Stadt. Hurrikan Katrina hat sie nun in alle Winde des Landes verstreut.
Vor allem die ärmeren Viertel abseits des French Quarters wurden zerstört und viele Bewohner New Orleans sind heimatlos geworden. In der Stadt des Jazz spielt heute nur noch der Blues.
Wie konnte es zu diesem Desaster kommen, was wurde politisch falsch gemacht, was zeichnete die Stadt kulturell aus und wie soll es in Zukunft weitergehen? Diesen Fragen und mehr geht das Amerika Haus in München mit der New Orleans Benefizreihe nach.
Krönender Abschluss der Reihe bildet am 11. Februar Schubert’s New Orleans Music Festival.
Die Spenden und ein Teilerlös aus dem Benefizkonzert kommen betroffenen Musikern der schwarzen Community New Orleans zum Kauf neuer Musikinstrumente zu Gute und um ihr Leben neu aufzubauen.
Außerdem ist noch bis zum 28. Februar die Fotoausstellung „We are here to stay“ mit Werken von Uschi Koethe, Jutta Ostendorf und Michael P. Smith aus dem kulturellen Leben der afro-amerikanischen Bevölkerung New Orleans im Amerika Haus zu sehen.
(Öffnungszeiten: Mo. – Fr. von 13 – 18 Uhr, Mi. bis 20 Uhr)
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Thomas L. Riis, Direktor des American Music Research Center, Universität von Colorado, untersucht am 31. Januar die Rolle der afro-amerikanischen Musiker New Orleans.
Das multikulturelle New Orleans war lange Zeit Anziehungspunkt für zahlreiche herausragende Musiker und Sänger von Oper bis Jazz.
Anhand von berühmten afro-amerikanischen Sängerinnen des 19. und 20. Jh. wird deren Verbundenheit mit und Bedeutung für die Stadt aufgezeigt, als auch deren Einfluss auf die amerikanische Kultur im Allgemeinen.
Am 7. Februar läuft der englische Dokumentarfilm „Hurricane Katrina: The Response“. In ihm diskutieren Bürger in Baton Rouge, der Hauptstadt Louisianas, über die vor ihnen liegenden Herausforderungen.
Wie gestaltet sich der Wiederaufbau? Inwiefern spielen die Lehren aus der verheerenden Naturkatastrophe eine Rolle? Außerdem sprechen Experten, Politiker und Betroffene über Versäumnisse und Fehler im Katastrophen-Management.
Schubert’s New Orleans Festival präsentiert zum Abschluss am 11. Februar gleich drei musikalische Highlights.
Die Cottonfield Blues Band spielt unter Leitung von Christian Christl fetzigen New Orleans Rhythm’ n‘ Blues. Angela Brown, geboren in Mississippi, ist eine der ausdruckstärksten amerikanischen Blues-Sängerinnen. Begleitet wird sie am Piano von Christian Rannenberg.
Das Trevor Richards New Orleans Trio, mit Trevor Richard als einer der besten Schlagzeugers New Orleans, brilliert mit seinem Old Time Jazz.
Im Rahmenprogramm werden New Orleans Filme gezeigt und die Bar The Big Easy bietet typische kulinarische Gerichte der Region an. Durch den Abend führt der Kölner Konzertagent Rolf Schubert.
Übersicht der Veranstaltungen:
Dienstag, 31. Januar 2006
Black Singers of New Orleans: A Unique Historical Treasure
Vortrag in englischer Sprache von Prof. Thomas L. Riis, University of Colorado
Dienstag, 7. Februar 2006
Hurricane Katrina: The Response
Dokumentarfilm moderiert von David Brancaccio
Samstag, 11. Februar 2006, 18 Uhr
Schubert’s New Orleans Music Festival
Mit der Cottonfield Blues Band, Angela Brown, Trevor Richards New Orleans Trio + kulturellem und kulinarischem Rahmenprogramm
Ort: Amerika Haus München, Karolinenplatz 3, München
Uhrzeit: Vorträge + Film jeweils um 19 Uhr; New Orleans Music Festival 18 Uhr
Eintritt: Vorträge frei - Spenden für New Orleans willkommen; Film € 5,-;
New Orleans Music Festival: Vorverkauf € 21 + VVK Gebühren, Abendkasse € 24
Weitere Infos: Amerika Haus, Tel. 089 – 55 25 37 14 www.amerikahaus.de programm@amerikahaus.de
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