Gletscher wird wieder eingepackt
Ab 8. Mai wird der Schnee auf der Zugspitze eingepackt, um das ewige Eis auf den Sommer vorzubereiten.
So findet auch in diesem Jahr auf über 2600 Meter Höhe wieder eine außergewöhnliche Aktion statt: Um den Zugspitz-Gletscher vor den Sonnenstrahlen und dem warmen Sommerregen zu schützen, werden rund 3000 Quadratmeter Gletscherfläche abgedeckt.
Damit soll verhindert werden, dass das einst ewige Eis zwischen 2560 und 2720 Meter Höhe weiter abschmilzt und wie viele andere Gletscher weltweit immer kleiner wird, denn an heißen Tagen büßt der Zugspitzgletscher bis zu zehn Zentimeter Stärke ein.
Während in anderen Ländern Schneekanonen eingesetzt werden, um die Gletscher vor dem Abtauen zu retten, wird auf der Zugspitze mit weißen Matten und Planen zum Abdecken gearbeitet.
Dies ist das Resultat eines Beschlusses des bayerischen Landtages, demzufolge oberhalb der Baumgrenze aus Umweltschutzgründen eine künstliche Beschneiung nicht erlaubt ist.
Konkret heißt das, dass ab Mitte April die Pistenraupen anrücken, um so viel Schnee wie möglich auf das Zugspitzplatt zu schieben. Nach Ende des Winters gehört damit auch der Terrain Park Zugspitze mit seinen Kickern und Rails für Snowboarder für diese Saison der Vergangenheit an.
Die Schneemassen werden genutzt, um Deutschlands höchsten und größten Gletscher an gefährdeten Stellen teilweise aufzubauen. Auf dieser Schicht werden dann ab 8. Mai die schützenden Planen ausgebreitet.
Eine Aktion, die bereits seit zwölf Jahren stattfindet und durch die pro Sommersaison bis zu 12.000 Kubikmeter Schnee gerettet werden können, das entspricht einer Schneehöhe von drei bis fünf Metern.
Weitere Infos : Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, Olympiastraße 27, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821-797–0, Fax 08821-797–901 zugspitzbahn@zugspitze.de www.zugspitze.de

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