Fussball WM 2006 : Fußball-Weltmeisterschaft 2006 - Eine freundschaftliche Nachlese
Geschrieben von redaktion am 10.07.2006 17:07 (2276 x gelesen)

Fussball WM 2006 Nachlese

Ja es war eine echte Freude, zu sehen, wie Deutschland sich bei dem größten Ereignis im Jahre 2006 präsentierte. Nicht nur die Fußballnationalmannschaft, das Organisationskomitee um Franz Beckenbauer und die vielen Helfer haben sich hervorragend auf die Fußball WM 2006 vorbereitet. Das Publikum und insbesondere die Deutschen Fans waren beispielhafte Gastgeber.

Doch was machte die Leichtigkeit und positive Stimmung aus?

Natürlich das Wetter, die Zurückhaltung der Ordnungskräfte und das unzweifelhaft gute Fußballspiel der Deutschen Mannschaft.

Panikmache vor der WM 2006

Was wurde im Vorfeld der WM 2006 nicht alles prophezeit? "Schlechter Fußball der Deutschen Mannschaft" - "Fehlverhalten und falsches Trainingsprogramm des Nationaltrainers Jürgen Klinsmann", "Falscher Torwart im Fussballtor", "Al Quaida Panik", "No go Areas für Farbige", "Hooligan-Terror" und und und.

Friedliche Fußball WM in Deutschland 2006

Was war? Die friedlichste und schönste Fußballfeier seit es die Fußball WM gibt.

Warum? Das Fußballvolk konnte sich so geben wie es wirklich ist. Die Medien berichteten nicht permanent über Ausreisser von wenigen Idioten, Polizeieinsätze wurden nicht aufgebauscht um so den Eindruck zu erwecken es wäre schlimmer als auf dem Oktoberfest in München. Die Prüfung der namentlich gekennzeichneten Eintrittskarten erfolgte nicht, wie die FIFA es anordnete, und die Politiker hatten zum Fußball überhaupt nichts zu melden.

Selbst der Innenminister W. Schäuble sah keine bedrohlichen Flieger über dem Luftraum und konnte den vehement gewünschten Einsatz der Bundeswehr in Deutschland nicht durchsetzen. Warum er weiterhin daran festhalten will wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.

Gut so, oder?

Die Verlierer bei der Fußball WM 2006

Die dümmsten Ausraster fanden auf dem Platz statt: Luis Figo (Portugal) gab seinem Gegener eine Kopfnuss mit der Stirn, Zinedine Zidane (Frankreich) schlug mit dem Kopf gleich richtig gegen die Brust seines Gegners und Wayne Rooney (England) trat in das Gemächt seines Gegenspielers.

Unfeine Szenen, die auf das Publikum aber nicht im Geringsten abfärbten.


Fußball: wie fühlst Du Dich, wenn in Dich getreten wird?

Bei den deutschen Kommentatoren und Moderatoren ist wieder eine Person und ein Satz hervorzuheben: Beckmann und die von jedem Moderator gestellte Frage: wie haben Sie sich gefühlt? was haben Sie gefühlt? wie fühlt man sich?

Diese Frage wollen wir nun wirklich nicht noch einmal hören! Ja wie fühlt man sich wohl, wenn man verloren oder gewonnen hat? Nehmt einen Zettel wie Jens Lehmann (Torwart Nr. 1 der Deutschen Fußballmanschaft) und lest vom Blatt ab, wenn es schon nicht zu mehr reicht. Herzlichen Dank.

Und die negativen und destruktiven Anmerkungen von Kommentator Beckmann (ARD) will niemand mehr hören. Wenn es nichts Positives zu sagen gibt oder der Wortschatz nicht ausreicht: lass es einfach. Danke.

Der absolute Star der Fußball WM 2006

Wer war der Star dieser Fussball-WM?

Neben dem WM Torschützenkönig 2006 Miroslav Klose und seinem heissgeliebten Trainer Jürgen Klinsmann und seinen Mannen, waren es natürlich das Deutsche Publikum und seine Gäste aus dem Ausland. Weder unerbitterliche Hähme gegenüber den Fans der Spielgegner, noch weinerlichen Schmerz zeigten die deutschen Fans. Alle freuten sich über tollen Angriffsfussball, faire und zum großen Teil schnelle und spannende Spiele. Selbst in englischen Zeitungen war nun endlich nicht mehr vom sog. "Blitzkrieg" die Rede.

Die WM war aber nicht nur der Quotenkönig auf den Fanmeilen und -festen. Sie war auch im Fernsehen der absolute Überflieger.

Die abwechslungsreiche Partie gegen Portugal erzielte die dritthöchste Zuseherzahl der FIFA-WM 2006. Nur gegen Italien und Argentinien schalteten mehr Menschen den Fernseher ein.

Wie mediacontrol mitteilte, waren alle Begegnungen mit deutscher Beteiligung absolute Quotenhits. Keine andere Übertragung konnte bisher ähnlich gute Zuschauerzahlen erzielen. In der Hitliste folgt nach den sieben Spielen Deutschlands das zweite Halbfinale zwischen Frankreich und Portugal. Am vergangenen Mittwoch saßen 15,30 Millionen (Marktanteil 53,2 Prozent) vor dem TV. Gefolgt von der Vorrundenbegegnung Brasilien gegen Kroatien, die 15,16 Millionen (Marktanteil 52,3 Prozent) interessierte.

Betrachtet man die grandiose Erfolgsgeschichte der Fussball WM, so stellt man schnell fest, dass es an sog. Trends allein nicht liegen kann. Vielmehr sind es die alten Fussballerwerte, die über Jahrzehnte transportiert und in zeitgemäßen Nuancen von Jahr zu Jahr unterschiedlich interpretiert werden. Nur mauern und hinten zumachen ist kein Erfolgsgarant - schon gar nicht bei den Zuschauern und Fußballfans.

Südafrika als WM Stätte 2010

Was heisst das für Südafrika 2010?

Südafrika muss seinen eigenen Weg finden und sich nicht irre machen lassen ob seiner noch zu erbauenden Spielstätten. Die immer wiederkehrenden und warnenden Hinweise wie "kann Südafrika die Sportstätten rechtzeitig fertigstellen", wird das Transportthema erfolgreich gelöst? sind so alt wie die Olympischen Spiele.

Ladet erfahrene Leistungsträger ein und findet euren Weg. Schlaumeier und Kritiker wird es immer geben. Schützt das Fußballvolk und seine Gäste vor Medien die nur das Schlechte ihren Lesern und Zusehern liefern wollen - schützt die Fußballfans vor der politischen Kaste und gebt nicht nach wenn Politiker strengere Gesetzte, mehr Polizei und gar Militär zur Wahrung der Ordnung fordern.

Gebt dem Volke, wie schon im Römischen Reich, Brot und Spiele und haltet Euch weitgehend aus der Veranstaltung raus. Es reicht, wenn die FIFA ihre Hände im Spiel hat. Es ist schließlich deren Organisation und es ist eine Veranstaltung für Fußballfreunde.

Italien nach der Fußball WM 2006

Warum nur spielte Italien gegen Deutschland nicht so wie gegen Frankreich? Zum Oktoberfest kommen die Freunde aus Italien doch auch jedes Jahr und feiern zusammen mit den Deutschen.

Dann "hätte, könnte, wäre" es vielleicht anders ausgegangen. So aber bleibt uns nur zu gratulieren und aus deutscher Fussballfsicht zu hoffen, dass Italiens Fussballwelt zur EM 2008 und WM 2010 den Anschluß verliert. Werden doch einige der Fussballweltmeister dann nicht mehr dabei sein und die jungen deutschen Spieler auf dem Höhepunkt ihrer Leistung sein. Vorläufig aber hat auch hier der Fußballtrainer recht behalten und den 4. Fussballweltmeisterschaftstitel eingefahren. Alle Achtung.

Deutschland nach der Fußball WM 2006

Was heisst das für Deutschland?

Weder die Bundeskanzlerin noch ein anderer Politiker darf glauben, dass die Deutschen es weiterhin tolerieren, dass sie sich wie die deutsche Fahne im Wind drehen und wenden können wie sie wollen. Klinsmann hat sich nicht verbogen - Politiker verbiegen sich ja leider oft bis zur Unkenntlichkeit. Vor der Wahl das - nach der Wahl das - ja wie denn nun?

Mögen Lobbyisten noch so sehr beinflussen wollen. Wo wäre die deutsche Mannschaft gelandet, wenn U. Höneß und andere sich durchgesetzt hätten. Nur ja nichts ändern - nur ja keine Experimente. Kreativität ist mehr denn je gefragt und das hat mit einem sog. "Husarenritt" rein gar nichts zu tun.

Sportlich mag die Fußball WM zu Ende sein - politisch und gesellschaftlich muss eine Fortsetzung der Gemeinsamkeiten erfolgen. Deutschland ist kein Sanierungsfall - Deutschland braucht nur mutige Politiker die das umsetzen wovon sie und ihre Wähler überzeugt sind. Sparen, sparen, sparen und das heisst die Amtsstuben ausmisten und Vorschriften abzuschaffen. Restriktionen lähmen nur das Land.

Gebt dem Volk mehr Freiheiten, schafft die mannigfachen Amtsvorschriften endlich ab und spart wirklich einmal ohne jedem Wunsch nach Förderung nachzugeben. Dann wird Deutschland nicht nur erfolgreichen Fußball spielen, sondern auch wirtschafts- und gesellschaftspolitisch wieder den Rang erreichen, den es verdient hat. Dann klappt es auch mit dem Sitz im UN-Sicherheitsrat.

Deutschland im Wandel - und wann wandelt sich endlich die deutsche Politik?

In diesem Sinne: Danke Franz Beckenbauer, danke Titanic, danke FIFA, danke Trainerstab, danke Nationalmannschaft und Dank an alle friedlichen Fußballfans und freundlichen Gastgeber.

Die Welt zu Gast bei Freunden - ein gelungener in Start für ein Neues Deutschland.

Das Logo der FIFA WM 2010 ist ein eingetragenes Warenzeichen der FIFA


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Mitglied Diskussion
Leser
Geschrieben am: 10.07.2006 17:55  Aktualisiert: 10.07.2006 20:04
 Re: Fußball-Weltmeisterschaft 2006 - Eine freundschaftliche
http://wm2006ger.blogspot.com/2006/06/germany.html

im feiern sind wir weltmeister das steht fest...
Antwort


   

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