Reise-Kraftwerk für Notebooks
Trotz moderner, stromsparender CPUs ist das Leistungsvermögen und damit der Energiehunger der meisten Notebooks immer noch viel zu groß, als dass sie einen ganzen Arbeitstag ohne externe Stromversorgung durchhalten könnten. Was hierzulande bloß ein Ärgernis ist – Strom gibt es inzwischen an jeder Ecke, selbst im Zug und in manchen Business-Class-Flugzeugen – wächst sich auf Reisen zum Ärgernis aus.
Wie Tomsnetworking in einem seiner Berichte ausführt, kann es in Ländern, wie beispielsweise Madagaskar, in dem es mit der Stromversorgung des öffentlichen Netzes nicht besonders gut bestellt ist, zu Problemen kommen mit denen der Reisende nicht rechnet.
Denn abgesehen von einem einzigen Wasserkraftwerk in zentralen Hochland produziert das staatliche Unternehmen Jirama Strom nahezu ausschließlich aus Import-Öl – und das ist teuer, im Grunde genommen viel zu teuer für ein Land mit einer Einkommenslage wie Madagaskar, in dem ein Liter Benzin respektive Diesel zwar auf deutschem Niveau liegt – was hierzulande 30 € pro Liter entspräche.
Und weil es bei der Versorgung mit dem Import-Gut Öl immer wieder zu Engpässen kommt, wird die Verteilung elektrischer Energie mithin rationiert, sprich segment-, und stundenweise abgeschaltet – sofern es überhaupt ein Verteilnetz gibt.
Laut tomsnetworking haben viele der für Reisende interessanten weil hervorragend gelegene Hotels – sei es an einer Küste, auf einer Insel oder in einem Nationalpark – gar keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz und müssen ihr elektrische Energie durch Treibstoffverstromung ohnehin selbst produzieren – beschränkt zumeist auf die Abendstunden, was untertags das Arbeiten mit dem Notebook schwer behindern kann.
Eine Lösung für derlei Versorgungsprobleme bietet APC in Form der "Universellen Notebook-Battery" UPB60 an. Der Lithium-Polymer-Akku speichert 65 Wattstunden (Wh) in einem 750 Gramm (mit Kabel: 831 Gramm) leichten, robusten tragbaren Gehäuse, für eine Laufzeit von bis zu sechs Stunden (abhängig von Größe und Funktion des Computers) ausreicht. Der UPB60 kann maximal 70 Watt Dauerleistung abgeben – das würde dann für knapp eine Stunde Betrieb reichen.
Wie Tomsnetworking berichtet, lässt sich die Zusatzbatterie flott in Betrieb setzen, ist kompatibel mit den meisten der gängigen Notebooks und zeigt die verbleibende Kapazität mit Hilfe von vier Status-LEDs an.
Der Anschluss ans Notebook erfolgt einfach und simpel, indem die Zusatz-Batterie zwischen den Gleichspannungsausgang des Notebook-Netzteils und das Notebook selbst eingeschleift wird. Um der Vielzahl unterschiedlicher DC-Steckverbindungen gerecht zu werden, hat APC ein Set von Adaptern beigelegt, der zu einer Vielzahl von Notebooks passt.
Die Inbetriebnahme dauert keine fünf Minuten, wobei die meiste Zeit dafür aufzuwenden ist, das zu Notebook-Netzteilstecker und –Stromversorgungsbuchse passende Adapterpaar ausfindig zu machen. Dann gilt es, auf dem Notebook-Netzteil die DC-Ausgangsspannung abzulesen und den Drehregler auf dem Zusatz-Akku auf einen entsprechenden Wert einzustellen.

Ein einfach gehaltenes PDF-Handbuch enthält alles, was zur Inbetriebnahme der Zusatzbatterie von Interesse ist, nicht jedoch Wissenswertes wie die chemische Zusammensetzung des Stromspeichers (Lithium-Polymer).
Die zulässigen Lagertemperatur (-20 bis +60 °C) und die Betriebstemperatur (0 bis 40 °C) lassen einen Transport der Zusatzbatterie mit dem Fluggepäck nicht zu – sie muss zwingend mit in die temperierte, druckgeregelte Kabine. Und in tropischen Ländern sollte vom Betrieb in praller Sonne Abstand genommen werden.
Wie Arno Kral von Tomsnetworking feststellen konnte, wurde von den passierten Sicherheitskontrollen an den Flughäfen München, Mailand, Nosy Be oder Antananarivo das Zusatz-Akku nicht bemängelt, so dass die Reise unproblematisch und trotz Bush-Schäuble-Beckstein-Terrorhysterie stattfand.
Der Vorortbericht beschreibt die Bedienung und die Einsatzmöglichkeiten, aber auch deren Grenzen im realen Einsatz.
So passt der Zusatzakku mit seinen Abmessungen von 255 mm x 165 mm x 16,5 mm in nahezu jede Notebook-Tasche und kann, zuunterst platziert, sogar zur Transportsicherheit beitragen, denn das Batteriegehäuse ist stabil und verwindungssteif ausgelegt. Als etwas zu sperrig erweist sich jedoch das Y-förmige Einschleifkabel.
Nach dem Anstecken der Zusatzbatterie an Notebook-Netzteil und einem Druck auf die Taste On beginnt der Ladevorgang, der nach maximal drei Stunden abgeschlossen ist.Zusatzakku für Notebook-Batterie
Doch obwohl der Zusatzakku im Energieversorgungsstrang des Notebooks eingeschleift ist, ist er als Ersatz-Akku oder als unterbrechungsfreie Stromversorgung ungeeignet. Denn nach jedem An- oder Abstecken des Notebook-Netzteils vom Stromnetz schaltet die Zusatzbatterie ihren Ausgang für drei Sekunden ab, was den Betrieb eines Notebooks ohne eigenen Akku zwangsläufig unterbricht.
Wird ferner der Spannungswahlschalter während des Akkubetriebs betätigt, wird die Stromzufuhr zum angeschlossenen Notebook ebenfalls unterbrochen. Um die Stromzufuhr wieder einzuschalten, ist der Spannungswahlschalter auf die korrekte Ausgangsspannung drehen und erneut die Taste On/Status etwa eine Sekunde lang zu drücken. Die Betriebs- und Status-Anzeigelampen leuchten auf und zeigen dadurch an, dass der Akku wieder Strom liefert.
Die universelle Notebook-Batterie kann also Stromausfälle nicht überbrücken!
Handy muss draussen bleiben
Es gibt leider keinen einfachen Weg, APCs Zusatz-Batterie auch für die Versorgung von Mobiltelefonen einzusetzen – es sei denn, sie ließen sich per USB-Kabel vom Notebook aus laden. Dabei wäre es ein Leichtes, noch ein Tütchen voller Adapter beizupacken, die auf die gängigsten Handys passen und den Regelbereich um eine Handy-gerechte Spannung (3,7 Volt für Lithium-Ionen-Akkus) zu ergänzen – vielleicht gar mit einem separaten Augsang. Oder ein passendes Solar-Panel als Option anzubieten, so Arno Kral.
Preis und Verfügbarkeit des Zusatzakku
Die universelle Notebook-Batterie IPB60 von APC mit 65 Wh ist lt. Hersteller ab sofort verfügbar und kostet 159,00 € inklusive 16 % Mehrwertsteuer – marktgängige Preise bewegen sich um 140 €.
Fazit: Der Preis von rund 140 bis 160 € die "Universelle Notebook-Batterie UPB60 von APC" ist schnell gerechtfertigt, erspart der Zusatz-Akku zum einen viel Stress bei der Suche nach Stromquellen oder beim Arbeiten gegen die Uhr. Zum anderen dürfte bei konsequentem Einsatz der Notebook-Akku selbst deutlich länger halten – mit angestecktem UPB60 wähnt sich das Notebook im Netzbetrieb.
Planen Sie also rechtzeitig den benötigten Strom ein wenn es auf Inseln oder in Länder geht, die noch nicht dem westlichen Standard entsprechen.
Den kompletten Artikel finden Sie unter www.tomsnetworking.de
Foto: Arno Kral
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