Die Geschäftsführung und die Fanbeauftragten des TSV 1860 machen sich gemeinsam mit den Fan-Organisationen ARGE und Pro 1860 stark gegen Gewalt im Stadion und distanzieren sich ausdrücklich von den Ausschreitungen beim Auswärtsspiel in Augsburg am vergangenen Freitag.
Deshalb appellieren wir an die "Selbsthilfe" der Fans. "Alle Zuschauer, vor allem in den Blocks, sind zur Mithilfe aufgerufen, indem sie Randalierer und auffällige Personen sofort bei den Einsatzkräften im Stadion anzeigen. Rauchbomben, Zerstörung von Einrichtungen, etc. haben mit Fußball nichts zu tun", so Dr. Stefan Ziffzer, Vorsitzender der Geschäftsführung. Ziffzer stellt indes auch klar, dass die Vorkommnisse in Augsburg durch eine Ansammlung von Begleitumständen begünstigt wurden: "Ordnungskräfte im Stadion und Polizei haben einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass die Situation eskalierte."
"Mit Vorfällen wie zuletzt im Augsburger Rosenaustadion schaden wir nur dem TSV 1860", sind sich ARGE-Vorstand Manfred Riedl und Pro 1860-Sprecher Hans Vonavka einig. "Straftaten, wie zuletzt in Augsburg, werden vonseiten des DFB und der DFL massiv verfolgt und haben für den Klub unabhängig vom Imageschaden drastische finanzielle Sanktionen zur Folge." Was dies für den TSV 1860 in der aktuellen Situation bedeute, bringt Dr. Stefan Ziffzer auf den Punkt: "Das kann uns das Genick brechen."
Nur wenn alle Löwenfans sich gegen Gewalt im Stadion wenden, aufmerksam machen auf jede Form der Aggression, wird es auf Dauer gelingen, diese "Problemfans" aus dem Umfeld des Fußballs und des TSV 1860 München zu verbannen.
"Wir wollen einen Fußball, in dem Gewalt und Rassismus keinen Platz haben. Die Kinder und ihre Eltern dürfen keine Angst haben, auf einem Fußballplatz in eine Prügelei mit Idioten verwickelt zu werden", so DFB-Präsident Theo Zwanziger. Der DFB wolle den Kampf gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus unbeirrt und konsequent fortsetzen. "Einerseits werden wir im Bedarfsfall unsere sportrechtlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen und gegebenenfalls harte Strafen verhängen. Andererseits wollen wir durch eine verstärkte Schulung der Mitarbeiter und intensive präventive Maßnahmen, beispielsweise in der Zusammenarbeit mit Fan-Projekten und allen anderen Fangruppen, das notwendige Bewusstsein schaffen."
Der TSV 1860 München hat dem DFB jedwede Unterstützung und Zusammenarbeit zugesichert!
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