ADAC-Raststätten-Test 2007
Pünktlich zur Urlaubszeit veröffentlichte der ADAC heute den Raststätten-Test 2007. Neben sieben deutschen Autobahnraststätten wurden auch sieben Autohöfe, davon drei aus den Reihen der VEDA, kritisch unter die Lupe genommen.Zufrieden zeigte sich heute der Vorstand der Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V. – kurz VEDA – über das Abschneiden deutscher Autohöfe im diesjährigen ADAC-Raststättentest. „Besonders die getesteten drei VEDA-Mitgliedsbetriebe, die alle verschiedenen Autohofketten angehören, wurden positiv bewertet und konnten unter Beweis stellen, dass die VEDA mit ihrem Gütesiegel für Qualität zu fairen Preisen steht“ so VEDA-Vorstand Karl-Heinz Schneider.
Vor allem der Euro Rastpark Werneck an der A70 überzeugte in diesem Jahr die „gelben Raststättenengel“ im Vergleich zu den anderen Betrieben und kann sich so über ein sattes „Gut“ und damit auch gleichzeitig den sechsten Platz in der europäischen Gesamtwertung des diesjährigen Tests freuen. Bei den beiden anderen VEDA-Mitgliedsbetrieben handelt es sich um den Maxi-Autohof Kirchheim an der A6 und den SVG-Autohof Elsinger Höhe an der A44, die sich beide im Mittelfeld der Wertung wieder finden.
Die Stärken der Autohöfe sahen die Tester auch in diesem Jahr eindeutig in den Bereichen Gastronomie, Shop/Kiosk, Service und Preisgestaltung.
Kritik hilft besser zu werden
Kritik und Negativbewertungen für die Autohöfe hagelte es vor allem bei den Punkten Verkehr/Parken sowie Familienfreundlichkeit. Aus Sicht der Autohöfe sind ihre Anlagen durchaus sicher, zumal die Einfahrt in einen Autohof aufgrund der Lage im Industriegebiet nicht in dem Tempo erfolgen kann, wie dies auf Autobahnraststätten oft der Fall ist. Gemäßigtes Tempo sowie von einander getrennte Pkw- und Lkw-Parkplätze sind bereits ein hohes Maß an Sicherheit.
Autohöfe vs. Autobahnraststätten
Die Parkplätze der Autohöfe sind rein privatwirtschaftliche Einrichtungen und daher nicht Bestandteil der Bundesfernstraßen. Die Betreiber der Autohöfe sind zwar selbst für die Verkehrsregelung auf diesem Grund zuständig, müssen sich aber jede geplante Maßnahme umständlich von ihrer Kommune oder ihrem Landkreis genehmigen lassen. In vielen Fällen sind den Autohofbetreibern daher die Hände gebunden.
Dagegen sind die Parkplätze der Autobahnraststätten Bestandteil der Bundesfernstraßen, denn die Verantwortung liegt auch nach der Privatisierung der Tank und Rast immer noch beim Bund und den ausführenden Organen. Die Autohofbetreiber kommen selbst für die Instandhaltung der Stellplätze und Reinigung des Parkplatzes sowie die Müllentsorgung auf, bei den Raststätten kümmert sich der Bund darum.
Mehr Weiss als Schwarz
Wobei Picknickplätze ein heiß umstrittenes Thema sind und wohl auch bleiben werden – die Autohöfe werden privat betrieben und somit steht für die Betreiber der Umsatz im Restaurant an oberster Stelle. Autobahnparkplätze, die vom Staat finanziert werden, müssen natürlich den Unterwegsreisenden die Möglichkeit zur Selbstverpflegung bieten.
Haben sich die Autohöfe bis vor einigen Jahren fast ausschließlich an den Bedürfnissen der Lkw-Fahrer orientiert, so hat man dort bereits Mitte der neunziger Jahre auch Pkw-Fahrer und Familien als Kunden entdeckt und diese durch einen freundlichen und kompetenten Service auf sich aufmerksam gemacht. Als qualitätsbewusste mittelständische
Unternehmen scheuen die Autohöfe nicht den direkten Vergleich mit den Anlagen der Tank und Rast und treten diesen im ADAC-Raststättentest bereits seit dem Jahr 2002 selbstbewusst gegenüber.
Der ADAC geht bei seinen Tests von einer Normfamilie (Vater, Mutter, Kind und Kleinkind) aus, die während der Reisezeit ihre Pause auf einer Rastanlage verbringt. Dabei werden die Kriterien Verkehr/Parken, Außenanlage, Zugang/Innenbereich, Gastronomie, Shop/Kiosk, Service, Familienfreundlichkeit, Hygiene und Preise von den Testern begutachtet und anschließend bewertet. Diese Positiv-Liste umschreibt die wichtigsten Positionen für die Modellvorstellung des ADAC einer idealen Rastanlage.
Die Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V. (VEDA) hat nach ihrer Gründung im Jahr 1995 selbst Standards definiert und festgesetzt, die für ihre Mitgliedsbetriebe verpflichtend sind. Viele dieser Standards stimmen mit der Positiv-Liste des ADAC überein, im Bereich Service und Kundenfreundlichkeit erwartet die VEDA von ihren Mitgliedsbetrieben jedoch noch einiges mehr.
Um den Standards zu entsprechen und so in der VEDA aufgenommen zu werden, aber auch, um das VEDA-Gütesiegel mit dem damit verbundenen Qualitätsversprechen guten Gewissens zu tragen, haben in der Vergangenheit zahlreiche Autohofbetreiber ihre Betriebe modernisiert, bauliche Veränderungen vorgenommen und zusätzliche Services eingeführt. Vor allem wurde auch die Sicherheit auf dem Parkplatz mehr in den Vordergrund gestellt. In neue Bauvorhaben flossen sowohl Standards als auch der ADAC-Leitfaden mit ein, um so „up to date“ zu sein. So sind auf allen Betrieben beste Voraussetzungen geschaffen, um allen Unterwegsreisenden eine angenehme und erholsame Pause bieten.
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass die Autohöfe vor allem in den Bereichen Service, Preise und Gastronomie punkten und die Tester von sich überzeugen können. Das sind genau die Kriterien, die eine so genannte Normfamilie während ihrer Pausenzeit erwartet: freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter, die sie am Tisch bedienen und das alles zu einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis, bei dem auch das Portemonnaie eines normal verdienenden Familienvaters mithalten kann. Mach mal Pause - die entspannte Urlaubsreise innerhalb Deutschlands ist es wert.
Alle Informationen und Testergebnisse finden Sie auf der Internetseite des ADAC http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=92021&site=3539&type=text&tnb=1 target=_blank>adac.de
Quelle: VEDA
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