Bauernhausmuseum Amerang – ein Ausflugsziel für Familien
Wie melkt man eine Kuh? Und wie lange muss sie überhaupt wackeln, bis Quark und Käse fertig sind? Viele Eltern haben solche Fragen schon oft von ihren Kindern gehört. Antworten darauf gibt es im Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern im Chiemgau.
So etwa der Mittermayerhof aus Schlicht im Landkreis Mühldorf, einer der ältesten erhaltenen Bauernhöfe Altbayerns. Ein Wegmacher bewohnte ihn zuletzt Ende des 19. Jahrhunderts mit seiner Familie und in der Stube mit dem dunklen Kachelofen lässt sich die Vergangenheit förmlich spüren. Wer alles rund um die zeitgenössische Stallviehhaltung erfahren möchte, braucht sich nur in den Stall des Hofes zu begeben, der nun eine Ausstellung zu diesem Thema beherbergt.
Neu eröffnet wird im September 2007 der „Häuslmannhof“ aus Aschau, der nur dank spektakulärer Technik nach Amerang gelangen konnte: Fachleute bauten die Küche samt Gewölbe zunächst aus und transportierten das rund 50 Tonnen schwere Teil auf einem Lastwagen über die Landstraßen ins Museum. Ein Geheimnis rankt sich noch um dieses Haus: So steht auf der Außenmauer mit geschwungenen Buchstaben „Margarethenweg“ geschrieben – doch offiziell lebte keine Frau dieses Namens in dem Haus. Verbirgt sich hier etwa eine bislang unbekannte Liebesgeschichte?
Die Geschichte um „Margarethe“ ist nicht das Einzige, das es in Amerang zu entdecken gilt. Das Mitmach-Programm für Kinder bietet allerhand Abenteuer: Die Buben und Mädchen lernen, wie man aus Spitzwegerich Hustensaft herstellen kann, sie betätigen sich am „Mühlentag“ als Müller, schnitzen Schemel aus Holz oder klauben im Herbst Kartoffeln auf dem Feld auf. Die Großen können mit dem kostenlosen Audio-Guide, dem persönlichen Museumsführer, das Gelände und die Museumsgärten erkunden. Nach einem erlebnisreichen Tag lädt dann das Museumsstüberl zur Brotzeit unter schattigen Bäumen ein.
Weitere Infos: Bauernhausmuseum Amerang, Im Hopfgarten 2, 83123 Amerang, fon 08075/915090, verwaltung@bhm-amerang.de, www.bhm-amerang.de
Quelle: btm
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