Zeitungsverleger gegen Online-Durchsuchung
Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat heute in Berlin die Entscheidung des Bundeskabinetts zur Online-Durchsuchung kritisiert. Wenn der vorliegende Entwurf zum so genannten BKA-Gesetz tatsächlich verabschiedet würde, wäre dies ein schwerer Affront gegen die Presse, sagte ein BDZV-Sprecher.
Die Fälle von Redaktionsdurchsuchungen sowie die bekannt gewordenen Bespitzelungsaktionen seien weitere Stationen einer äußerst kritischen Entwicklung.
Es müsse alles getan werden, damit die Arbeit der Presse, die eine öffentliche Aufgabe erfülle, nicht erschwert werde. Wenn Journalisten, die sich mit Kriminalitätsdelikten befassten, nicht mehr sicher sein könnten, ob ihre Computerfestplatten durchforscht würden, sei dies ein unhaltbarer Zustand.
Es sei kaum damit zu rechnen, dass in einem solchen Klima ein Informant noch vertrauliche Informationen an Journalisten weiterreiche. Dies sei jedoch in vielen Fällen die Voraussetzung dafür, dass Missstände und Verfehlungen überhaupt öffentlich würden.
Infos unter www.bdzv.de
Quelle: ots
| Mitglied | Diskussion |
|---|


