Keine Blanko-Schecks für OPEL
Vor dem Hintergrund des Krisengipfels im Kanzleramt fordert der Bund der Steuerzahler die Bundesregierung zu Sorgfalt und Zurückhaltung gegenüber OPEL auf.
Statt im Kanzleramt voreilig über Bürgschaften zu verhandeln, muss OPEL erst einmal in Vorleistung gehen.
1. Wenn OPEL derzeit kein Geld für geplante Investitionen bekommt, sollte OPEL erst einmal seine Investitionen überdenken.
2. Der OPEL-Vorstand sollte seiner Verantwortung für die Schieflage entsprechend auf einen Teil seiner Vergütungen verzichten.
3. Die Arbeitnehmer sollten ihren Beitrag leisten, indem sie auf die geplanten Lohnerhöhungen in 2009 verzichten.
4. OPEL muss darlegen, warum es seine bereits produzierten Autos auf Halde lässt, statt sie nötigenfalls mit großem Rabatt zu veräußern, um so neue Investitionsmittel zu erlangen.
5. OPEL muss seine Verpflichtungen gegenüber dem Mutterkonzern General Motors offenlegen. Zu klären ist, ob vertraglich überhaupt ausgeschlossen werden kann, dass letztlich der US-amerikanische Mutterkonzern die Hilfen deutscher Steuerzahler einkassiert.
6. Ein Vorab-Votum der EU-Kommission ist nötig, ob etwaige Bürgschaften als Beihilfen europarechtlich überhaupt zulässig wären.
„Nur unter diesen Rahmenbedingungen sind konkrete Bürgschaftsverhandlungen vor den Steuerzahlern vertretbar“, resümiert Dr. Karl Heinz Däke.
Weitere Infos unter www.steuerzahler.de
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