Geld & Finanzen : Wie sich die Finanzkrise auf Schiffsfonds auswirkt
Geschrieben von redaktion am 21.11.2008 07:45 (4649 x gelesen)

Schiffsfonds: "Land unter" oder wenn Erträge buchstäblich ins Wasser fallen.

„Seit Wochen beobachten wir einen nahezu dramatischen Renditeverlust bei einigen Schiffsfonds“, so Claudia Lunderstedt-Georgi, Geschäftsführerin des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V. aus Erfurt. „Offensichtlich wirkt sich die aktuelle Finanzkrise nun auch auf diesem Segment ausgesprochen negativ aus“.

Betroffen von der Schiffsfonds-Krise sind vermutlich mehrere zehntausend Anleger, denn von den versprochenen Renditen ist – nach Kenntnis des DVS - bei einigen Fonds weit und breit nichts zu sehen. Die vollmundig angekündigten Erträge fallen offensichtlich buchstäblich „ins Wasser“.

Seit Jahren galten die Schiffsfonds bei vielen Anlegern als „Cashcow“, mit Renditen im zweistelligen Bereich, mit denen man viel Geld verdienen konnte. Schlagzeilen wie „Der globale Handel boomt, und die Schiffe sind die Leistungsträger“ (Der Spiegel, 21.2.2007) oder „Ohne das Schiff hätte es in den vergangenen Jahren keine so dynamischen Globalisierung gegeben“ (Handelsblatt, 24.8.2007) zeigen, welche Euphorie um die Schiffsfonds in den letzten Jahren herrschte.

Anders die Schlagzeilen in diesen Tagen. So titelte die FAZ bereits am 27. Oktober „Schiffsfonds im Sturm“ oder die haufe online-Redaktion stellte am 6. Oktober fest: „Schiffsfonds: Es wird brenzlig“.

Anzeichen, dass die Krise bereits mit voller Wucht die Schiffsfonds erreicht hat und die Situation eher als „Land unter“ und nicht „mit Volldampf voraus“ beschrieben werden kann.

Grund für die Krise sind fallende Charterraten, bedingt durch die gestiegenen Treibstoffkosten, eine rückläufige Nachfrage, hohe Personalkosten und zumindest bis vor wenigen Tagen auch durch den schwachen US-Dollar. „Manches mal“, so ein Insider, „wurde aber auch schlichtweg mit gewagten Prognosen zu optimistisch kalkuliert oder die Renditen gar schöngerechnet“. Die Krise hat nun die einstige Investitions-Boombranche eingeholt und sorgt für kräftige Stürme und Verwirrungen innerhalb der Schifffahrts-Unternehmen und Emissionshäuser, vor allem aber auch bei den Anlegern.

Zahlreiche Anleger würden lieber heute als morgen aus den Fonds aussteigen

Schiffe werden stillgelegt, wie durch die dänische Reederei Maersk, oder Charterraten müssen neu verhandelt werden. Und nicht immer für zu Gunsten der Reedereien. Die verschiedenen Indizes, wie der Baltic Dry Index, der Harpex-Index oder der Charterraten-Index Howe Robinson, in denen Massengutftrachtraten bzw. Charterraten gemessen werden, sind im freien Fall. Und ein Ende ist, da sind sich die Fachleute einig, noch nicht abzusehen.

Auch neu aufgelegte Fonds spüren die schwache Nachfrage. So hat das Emissionshaus Lloyd Fonds AG (Hamburg) vor wenigen Tagen erneut seine Gewinnprognose zurückgenommen. „Die Käufer machen sich rar, Banken stellen Finanzierungen ein“, stellt dann auch die FAZ am 27. Oktober fest.

„Vor diesem Hintergrund raten wir allen Anlegern, derzeit ausgesprochen vorsichtig beim Eingehen neuer Schiffsbeteiligungen zu sein, und vor allem sehr genau und kritisch die Renditeversprechen zu überprüfen“, empfiehlt Claudia Lunderstedt-Georgi. „Denn, neben seriösen Anbietern gab und gibt es leider auch schwarze Schafe und fragwürdige Fonds-Vermittler“, so die DVS-Geschäftsführerin.

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. hat in Anbetracht der Krise der Schiffsfonds eine Arbeitsgruppe mit Spezialisten aus unterschiedlichen Fachbereichen (Rechtsanwälte, Steuerberater, Fondspezialisten) zusammengestellt und wertet derzeit die Daten von zahlreichen Schiffsfonds aus und prüft die rechtlichen Möglichkeiten der Anleger.

Investoren, die ihr Geld in Schiffsfonds angelegt haben, können sich an den DVS wenden und Ihre Anlage gegen eine geringe Mitgliedsgebühr in Höhe von 59, 50 € (incl. MwSt) prüfen lassen.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Deutscher Verbraucherschutzring e.V. (DVS) unter www.dvs-ev.net

Quelle: DVS/News4Press


Druckoptimierte Version Schicken Sie den Artikel an einen Freund
 
Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
Mitglied Diskussion


   

 © Copyright by German News / GermanPress c/o Cybernex GmbH

Deutschlandmagazin | Logo-click | Bayernzeitung | Oktoberfest-TV | German News | Personaltrainer News | Reisekatalogservice Solarinfonews | Single-Videos | Wellness-Special | Cybernex GmbH | Golf Special | Weihnachten Special | Schwarzwald News| Mallorca Revue DE | Pfingsten-Special | Ostern-Special | German Press | High-Speed Market Research | Zeitschriften-Special | Movie Special | Bayern-Special | Oktoberfest-Special | Business meets Spirit | Stressprävention & Burnoutprophylaxe

powered by EBiz Solution & 1&1

Businessmeetspirit.de | Business-meets-spirit.de | Spirit-meets-Business | SpiritmeetsBusiness.de | SpiritmeetsBusiness.com | Glücklich im Leben | Geschenkideen 2012 Geschenkidee 2012 | Geschenkidee 2012 | Glücklich 2012 | Shop

  Klick hier für das komplette German News | German News - Das Deutschland Magazin mit täglichen Nachrichten aus aller Welt - German News your daily news across Germany and Europe
Zur Startseite
 News search / suchen

Erweiterte Suche

 Sponsor Tipp

 Login
Username:

Passwort:


Password vergessen?

Jetzt registrieren!

 

 Specials


 News / Nachrichten

 Dictionary & translation
this site german > english
this site english > deutsch
German-English dictionary

 Sponsors

 Who is online
27 Leser sind online (24 Leser halten sich im Bereich Artikel auf.)

Registrierte Leser: 0
Leser: 27

mehr...

 Facebook Fans
FACEBOOK LINK

 Live Videos & Web Cams

 Werbepartner

 Werbepartner

 

XML/RSS Feeds

Add to My Yahoo!

Add to Google



Get the Klip for this site

Subscribe with Bloglines
 

RSSMicro FeedRank Results
 


Feedage Grade A rated

Partnernetzwerk