Das Zentrum der Andenregion ist das 680 km südöstlich von Caracas gelegene Mérida, die „Stadt der Gentlemen“ (Ciudad de los Caballeros), eine lebendige, vibrierende Metropole mit 350.000 Einwohnern und der zweitältesten Universität des Landes (Universidad de los Andes), gegründet 1785.
Vielleicht wird deshalb nach Meinung der Venezolaner dort das beste Spanisch des Landes gesprochen.
Mérida wird von zwei Andenzügen mit den höchsten, schneebedeckten Gipfeln des Landes, dem Pico Bolívar (5700 m), dem Pico Humboldt (4942 m), dem Pico Espejo (4753 m) und dem Pico Bompland (4883), die alle zum Nevada National Park gehören, malerisch eingerahmt.
Zum Pico Espejo führt von der Talstation in 1498 m Höhe bis zur Gipfelstation in 4600 m Höhe über 12,5 km in vier Abschnitten die höchste und längste Seilbahn der Welt.
Zwölf Flüsse rauschen die majestätischen Berge hinab und fließen in den Maracaibo-See. So findet man rund um Mérida eine Vielfalt unterschiedlichster Landschaftsformationen.
Biologen zählen bis zu 14 verschiedene Vegetationen, von hochalpinem, ewigen Schnee, über Gletscherseen und die Páramos, Hochmoore, die von 3300 Höhenmeter bis zur Schneegrenze reichen, bis hin zum tropischen Palmarito-Strand an der Südostseite des Maracaibo-Sees.
Rund um die in 1625 m Höhe liegende Stadt Mérida wachsen in dem angenehmen Klima - für Mitteleuropäer scheint dort bei Durchschnittstemperaturen von 20 Grad am Tag und 15,5 Grad in der Nacht ewiger Frühling zu herrschen - tropische Pflanzen, Blumen, Palmen, Kaffee und Zuckerrohr, aus dem der edle Rum gebrannt wird.
Die Stadt selbst wird von den Flüssen Chama und Albarregas durchtrennt. Dank der vielen Studenten herrscht nicht nur eine beschwingte Stimmung, sondern es gibt auch ein reichhaltiges Kulturangebot.
Für Besucher sind die vielen Feste interessant, das interessanteste ist vielleicht die Fería del Sol mit vielen Tanzveranstaltungen und Stierkämpfen im Februar und Anfang März.
Rund um Mérida findet man zahlreiche malerische Städte mit alten Kirchen wie Trujillo oder Bocono (La Ciudad Jardin, die Gartenstadt).
Viele kleine Städtchen an der Ruta de Las Nieves (Route des Schnees), die alle ein gemeinsames Merkmal auszeichnet.
Wie Mérida verfügen sie über einen quadratischen Platz im Zentrum, der immer Plaza Bolivar heißt und viele kleine Läden, die in einer Ecke auch Kaffee, Getränke und einen Imbiss servieren.
Mit ein bisschen Spanisch kommt man mit den Einheimischen leicht ins Plaudern. Die Méridonos gelten als freundliche, gelassene Zeitgenossen, die im Schatten der majestätischen Gipfel niemals die Bodenhaftung verlieren.
Mérida erreicht man bequem mit dem Flugzeug, per Bus - es gibt tägliche Verbindungen zu den anderen Großstädten des Landes - oder mit dem Auto.
Aber egal, ob man sich Mérida auf dem Luftweg nähert, schon bei der Anreise sieht man wie spektakulär dieser Teil Venezuelas ist.
Weitere Informationen gibt es beim: Venezolanischen Fremdenverkehrsamt, c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela, Schillstr. 9 - 10 10785 Berlin, Tel: 030 - 83 22 40 00, Fax: 030 - 83 22 40 20, e-Mail: info@visit-venezuela.com , Ansprechpartner: José Enrique Peña.
| Mitglied | Diskussion |
|---|



