Lena gewinnt und der Bundespräsident Deutschlands tritt zurück
Des einen Freud (Lena), des anderen Leid (Horst Köhler).
Eine Sensation nach der Anderen in Deutschland: Erstmals seit 28 Jahren hat Deutschland wieder den Grand Prix gewonnen und der erste Bundespräsident tritt den Rückzug an.
Gegen Lena Meyer-Landrut hatten die 25 Finalisten am Samstagabend beim Eurovision Song Contest in Oslo keine Chance. Mit über 70 Punkten Vorsprung ist das Quotenrennen ausgegangen: Der erste Grand-Prix-Sieg Deutschlands seit 1982, als Nicole den Gesangswettbewerb mit "ein bisschen Frieden" gewann.
Der erst 2004 von der Bundesversammlung gewählte Bundespräsident scheitert bereits zu Beginn seines zweiten Amtsjahres der zweiten Amtsperiode und gibt verzweifelt auf.
Der Grund für den Rücktritt begründete Horst Köhler damit, dass er für seine Äußerungen im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr scharf kritisiert wurde.
So sagte Horst Köhler in der kurzfristig anbraumten Pressekonferenz: “Die Unterstellung, er habe einen grundgesetzwidrigen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung von Wirtschaftsinteressen befürwortet, entbehre jeder Rechtfertigung.” – “Das lasse den notwendigen Respekt vor dem höchsten Staatsamt vermissen.” Hintergrund: Am Pfingstwochenende hatte der deutsche Bundespräsident die Soldaten in Afghanistan besucht und dort einen Zusammenhang zwischen den Einsätzen im Ausland und den Interessen der Wirtschaft hergestellt.
Rücktritte sind im Jahr 2010 in Deutschland momentan an der Tagesordnung: So trat vor kurzem der Hessische Ministerpräsident Roland Koch von seinem Amt zurück und die Gründerin und Vorsitzende der "Freien Union", Gabriele Pauli schmiß das Handtuch und trat ebenfalls von ihren Ämtern innerhalb der FU zurück.
Deutschland wartet nun gespannt auf die Fußball Weltmeisterschaft und bei schlechtem Abschneiden wird wohl auch im Sport mit dem einen oder anderen Rücktritt zu rechnen sein.
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