Vor einem Vierteljahrhundert nahm die Erfolgsstory des ersten Fernradweges in Bayern ihren Lauf. Als erster Abschnitt wurde die Strecke von Eichstätt bis Beilngries ausgebaut und für Radler freigegeben. Nach und nach folgten weitere Abschnitte bis der gesamte Tourenverlauf von Gunzenhausen bis Kelheim parallel zur Altmühl fertig gestellt war.
Ein großes Plus von Anfang an: Die Tourführung abseits des Straßenverkehrs. Dieser gelungene Ausbau und der ebene, nahezu steigungsfreie Verlauf trugen sicher dazu bei, dass der Altmühltal-Radweg den Ruf als außerordentlich familien-freundliche Route genießt.
Der Altmühltal-Radweg ist eingebunden in eine herrliche Traumlandschaft: sonnenüberflutete Talhänge wie die „Gungoldinger Wacholderheide”, bizarre Felsformationen wie die „12 Apostel” bei Solnhofen und natürliche Uferverläufe der windungsreichen Altmühl machen die Tour zum einmaligen Naturerlebnis.
Dabei wird das Radeln im Altmühltal zum Musterbeispiel des „sanften Tourismus”: Die Naturschönheiten des Altmühltals werden genützt, aber in schonender und schützender Weise.
Die Fahrt auf dem Altmühltal-Radweg ist auch eine Begegnung mit der Vergangenheit: Fränkische Fachwerkhäuser entdeckt man in Gunzenhausen, in Treuchtlingen passiert man den Karlsgraben, eines der kühnsten Bauvorhaben des Mittelalters, und in Solnhofen taucht man ein in die Jurazeit, dessen bekanntester Vertreter im Naturpark Altmühltal der Urvogel Archaeopteryx ist.
Eichstätt mit seiner barocken Pracht und modernen Architektur, das römische Kastell “Vetoniana” in Pfünz und Römer und das Bajuwaren Museum Kipfenberg mit dem Grab des Urbajuwaren sind weitere Stationen der Zeitreise. Im historischen Beilngries trifft man auf ein Bauwerk der Moderne, den Main-Donau-Kanal.
Entlang der großen europäischen Wasserstraße reihen sich weitere sehenswerte Ziele aneinander: die Drei-Burgen-Stadt Riedenburg mit Schloss Prunn, das romantische Essing mit der längsten Holzbrücke Europas, die faszinierende Tropfsteinhöhle „Schulerloch” und schließlich die ehemalige Wittelsbacherstadt Kelheim mit der bekannten Befreiungshalle.
Am Kanal kann man einen Teilabschnitt der Radstrecke auch zur Entspannung nutzen und bequem mit dem Schiff zurücklegen. Die Personenschifffahrt auf Altmühl und Donau transportiert die Räder in der Jubiläumssaison kostenlos.
Für die Anreise in den Naturpark Altmühltal können Radurlauber auf Bahn und Bus setzen, denn die Region ist gut in das bayerische Bahnnetz eingebunden, die Züge im Altmühltal nehmen die Fahrräder mit.
Als weitere Anbindung empfiehlt sich der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, die VGN-Freizeitbuslinie 509 fährt über Neumarkt, Berching und Beilngries bis nach Dietfurt. Außerdem kann man mit dem VGN auch die Tour verlängern: Von Nürnberg aus fährt man bis nach Rothenburg ob der Tauber – von dort sind es 77 Kilometer auf dem Altmühlweg durch das Romantische Franken bis nach Gunzenhausen.
Der passende Spartipp für Preisbewusste: das TagesTicketPlus für 12,90 Euro, der Radtransport ist mit dabei.
Zum Jubiläum haben der Tourismusverband Naturpark Altmühltal und die Orte entlang der Strecke ein informatives, sportliches und unterhaltsames Jubiläumsprogramm auf die Beine gestellt: Mehr als 40 Einzelveranstaltungen und Ausstellungen sowie zahlreiche geführte Radtouren und Sportevents.
Alle Angebote, Informationen und Termine zum Jubiläum „25 Jahre Altmühltal-Radweg” online im Internet unter www.altmuehltalradweg.de.
Quelle TV Franken, Klaus Dorsch

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