Das gute und dicht ausgebaute Radwegenetz machen einen Ausflug oder einen Urlaub mit dem Fahrrad nicht nur für Geübte zu einem Erlebnis; auch für gemütliche Genussradler und Familien gibt es viel zu entdecken.
Zwei allgemeine Tipps vorneweg: Schon Ende 2005 wird das Projekt "landesweites Radverkehrsnetz" abgeschlossen sein. Rund 13.800 Kilometer Radwege werden dann flächendeckend mit einer einheitlichen Beschilderung versehen sein. siehe www.radverkehrsnetz.de .
Seit kurzem hat das NRW-Verkehrsministerium auch den weltweit einzigartigen Routenplaner ins Netz gestellt www.radroutenplaner.nrw.de .
Radlern, die ein bisschen Zeit im Gepäck haben, seien die überregionalen Themenrouten ans Biker-Herz gelegt:
Etwa die 100-Schlösser-Route, die Königin unter den nordrhein-westfälischen Radfernwegen. Über 1.400 Kilometer führt sie durch das Münsterland. Dessen Schätze, eine Vielzahl von Wasserburgen, Herrensitzen und Schlössern, sind untereinander mit "Pättkes" verbunden - Fahrrad- und Landwirtschaftswegen abseits der Hauptverkehrswege (Tel.: 02551/939228).
Der Fahrradpark Münsterland ist übrigens einzigartig in Europa: Über eine Länge von 4.500 Kilometern zieht sich das wabenförmige Netz der Radwege durch die Region www.radelpark.de .
Aber auch andere Themenrouten laden zu Touren ein.
Zum Beispiel der Erlebnisweg Rheinschiene: Über Deiche und Auenwälder führt die Strecke mal rechts, mal links entlang des Stroms von Bonn bis Duisburg (Tel.: 0228/910410).
Oder die Mühlentour im Mühlenkreis Minden-Lübbecke: Zwischen Weser, Wiehengebirge und Dümmer kann man 42 geflügelte Oldtimer verschiedenster Art passieren www.minden-luebbecke.de .
Die Wellness-Radroute im Teutoburger Wald verspricht sogar Wohlbehagen für Leib und Seele - zahlreiche Fitness- und Wellnessangebote machen die Tour zu einem wahren Wohlfühlerlebnis www.wellness-radroute.de .
Die Vielfalt des Reviers und zahlreiche Highlights der Route der Industriekultur wird Bikern auf der 1000 Feuer-Route gezeigt. Das Teilstück Ruhr kann bequem im Rahmen einer dreitägigen Pauschale bereist werden.
Auf der Tour von Hagen nach Duisburg lassen sich sowohl die Ursprünge des Bergbaus als auch die grünen Seiten des Ruhrgebiets entdecken. Im Preis von 149 Euro pro Person sind zwei Übernachtungen mit Frühstück, die RuhrPottCard sowie Kartenmaterial enthalten (Tel.: 01805/181610).
Schließlich bieten auch die Mittelgebirgsregionen optimale Voraussetzungen für’ s Radfahren. Die Bike Arena Sauerland etwa enthält derzeit 38 Strecken mit einer Gesamtlänge von rund 1.400 Kilometern.
Unter www.bike-arena.de können sich Familien, Renn- oder Mountainbiker genau über die Profile und Schwierigkeitsgrade der Kurse informieren.
Und in der Eifel kann man mancherorts durch die brodelnde Vergangenheit radeln: Der Maare-Mosel-Radweg oder die Kylltalroute führen quer durch die Vulkaneifel www.eifelradtouren.de .
Der erste Fahrradpark des Bergischen Landes wurde übrigens jüngst rund um Reichshof-Eckenhagen eröffnet.
Auskünfte zu Radfahrpauschalen erteilt die Kurverwaltung (Tel.: 02265/9070).
GPS - damit Sie immer wissen wo Sie sind - ver"radeln" ist jetzt nicht mehr möglich.
Mittels Satelliten gestützter Navigationstechnik kommen Radtouristen in Paderborn, so auf dem Alme-Radweg, sicher ans Ziel.
Das handliche Gerät wird einfach am Lenker befestigt und zeigt zuverlässig den Weg. Für zehn Euro pro Tag kann das GPS-Gerät bei der Tourist Information Paderborn (Tel.: 05251/882980) ausgeliehen werden.
Der gleiche Komfort wird in Mühlheim geboten: Hier wurde ein 30 Kilometer langer Rundkurs für die GPS-Empfänger programmiert (Tel.: 0208/9609610)
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