Fasnacht und Fasching – in Bayerisch-Schwaben gibt es beides.
Denn zwischen Neu-Ulm und Donauwörth, Nördlingen und Friedberg trifft die alemannische Fasnacht auf den bayerischen Fasching, trifft heidnischer Kult auf christliche Überlieferung.
Und so gibt es in den Tagen bis Aschermittwoch in Bayerisch-Schwaben zahlreiche Faschingsbälle und –umzüge, aber auch Narrensprung und Hexentanz.
Eine lange Tradition hat die Kinderbrotspeisung in Burgau. Seit dem 17. Jahrhundert bekamen die Kinder am Rosenmontag etwas zum Essen. Die Buben und Mädchen versammelten sich vor dem Rathaus und riefen „Brezn raus“.
Heute ziehen sie mit dem Trommleralbert am Vormittag durch die Straßen der Stadt und die Geschäftsleute und Bürger werfen aus ihren Fenstern Bonbons auf die Straße.
Eine Hochburg der alemannischen Fasnacht ist Lauingen. Dort findet am Gumpigen Donnerstag, 3. Februar, ein Fasnachtsspiel und anschließend der Hexentanz statt.
Thema dieses Brauchtumsspiels, das ab 20 Uhr vor dem Rathaus zu sehen ist, ist der Kampf der Frühlingsnarren gegen die Winterhexe Barbara Schwertgoschin, absoluter Höhepunkt die Verbrennung der Hexe. Anschließend findet im ganzen Ort ein Hexentreiben statt, wobei sich Lauinger und Gäste in originellen Verkleidungen austoben.
Wer die Lauinger Fasnacht hautnah miterleben möchte, hat dazu heuer Gelegenheit im Rahmen einer Wochenendpauschale, die neben Unterkunft und Halbpension ein Hexengewand mit Maske, die Teilnahme am Hexentanz sowie den Besuch bei einem Heimatpfleger und Brauchtumskenner beinhaltet.
Informationen zu diesem Angebot gibt es beim Verein „Dillinger Land“, Telefon 09071/51-150 oder unter www.donautal-erleben.de
Alle, die nicht gleich das ganze Wochenende durchtanzen, aber dennoch etwa Fasnacht- oder Faschingstreiben mitmachen möchten, haben dazu bei zahlreichen Faschingsbällen und –umzügen Gelegenheit.
Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch beim Knappenabend in Höchstädt (22. Januar) mit seinen 150 Mitwirkenden, dem Faschingsumzug von Zell ohne See am Sonntag, 6. Februar, in Aichach-Griesbeckerzell, der jährlich bis zu 20 000 Besucher anlockt, dem großen Rosenmontagsumzug in Burgau oder - zum Faschingsausklang - der Umzug in Gundelfingen oder der Gaudiwurm in Friedberg?
Weitere Informationen über Fasnachts- und Faschings-Veranstaltungen in Bayerisch-Schwaben hält der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben, Postfach 10 25 29, 86 015 Augsburg, Telefon 08 21/450 401-0, www.bayerisch-schwaben.de für Sie bereit.
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