Deutscher Erfindergeist ungebrochen

Datum 09.04.2005 15:40 | Thema: Politik und Gesellschaft

Das deutsche Forschungs- und Innovationssystem steht im internationalen Wettbewerb gut da. Deutschland ist nach wie vor Ideenschmiede: die Zahl der Patentanmeldungen in Deutschland ist deutlich gestiegen.

Im Jahr 2004 erfolgten über 1.000 Patentanmeldungen mehr als im Jahr zuvor. Der Anstieg der Patentanmeldungen lässt auf zunehmendes Innovationspotenzial in Deutschland schließen.
Der Präsident des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) Jürgen Schade, kommentierte diese Entwicklung gegenüber der Initiative Partner für Innovation: "Die hohe Zahl der Patentgesuche zeigt, dass der deutsche Erfindergeist ungebrochen ist."

Dabei waren die Forscher im Bereich Fahrzeugbau und Elektrotechnik mit jeweils etwa 6.000 angemeldeten Patenten besonders ideenreich. Die größten Zuwächse bei den Patentanmeldungen haben das Saarland und Bremen zu verbuchen.

Die Markenanmeldungen belegen jedenfalls einen Aufwärtstrend: Auch hier sind die Zahlen seit 2003 kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2004
betrug der Anstieg fast sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Platz drei im internationalen Vergleich

Auch im internationalen Vergleich können die deutschen Erfinder sich
sehen lassen. Dort liegt Deutschland bei Patentgesuchen nach den USA
und Japan an dritter Stelle.

Allerdings ist anzumerken, dass es sich bei den beiden Ländern um die größten Konkurrenten handelt die die deutsche Industrie bedrängen.

Die administrativen Hürden für junge und neue Ideen sind in Deutschland nämlich weiterhin sehr hoch, so dass zu befürchten ist, dass der dritte Platz nicht verlassen wird.

Gerade Neugründungen werden auf Kommunaler Ebene, also in den Städten und Gemeinden immer noch schwer ausgebremst und von Unterstützung seitens staatlicher Behörden ist weiterhin keine Rede so dass deren Ideen entweder nicht verwirklicht werden können oder an die Großindustrie verkauft werden.

Denn nicht die Steuern bremsen die Entwicklung sondern die rigorose negative Einstellung von Mitarbeitern öffentlicher Stellen gegenüber Unternehmensgründern belasten Deutschland und seine Firmengründer.

Wichtig ist jetzt, dass aus guten Ideen auch erfolgreiche Produkte werden", so der Unternehmensberater Roland Berger, der auch Mitglied der Initiative Partner für Innovation ist.

Zu den Unternehmen, die im vergangenen Jahr die meisten Patente bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) eingereicht haben, gehören u.a. die deutschen Unternehmen Siemens und BASF.

Diese Firmen schaffen allerdings derzeit keine neuen Arbeitsplätze und somit müssten gerade kleine Unternehmen von staatlichen Vorgaben (Statistische Befragungen u.ä.) befreit werden um wieder Luft für Ideen und deren Verwirklichung zu erlangen.

Die Initiative Partner für Innovation ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden, Institutionen und Politik. Gemeinsam wollen die Partner ein neues Klima für Innovation in Deutschland schaffen.

In 14 Fachgruppen erarbeiten mehr als 300 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik konkrete Projekte, die Deutschland nach vorn bringen: Die nächsten Projekte präsentiert die Initiative am 18. April in Berlin, gemeinsam mit Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Wir dürfen gespannt sein ob es konkret wird oder nur um kosmetische statistische Zahlenspielereien handelt, die Deutschland und seinem Arbeitsmarkt nicht helfen.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung




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