
Abenteuerurlaub der besonderen Art – Mit dem „Panzer“ durch Ungarn
Datum 04.11.2005 09:40 | Thema: Ungarn
| Abenteuerurlaub der besonderen Art – Mit einem „Tank“ durch Ungarn
Sich mal so richtig austoben? Etwas tun, was im Alltag normalerweise nicht geht? Dem Urlaub einen Hauch Abenteuer verpassen? Das alles soll in Ungarn jetzt mit Panzerwagen wahr werden.
Ja Sie haben richtig gelesen. Im ungarischen Örtchen Baj, unweit der Autobahn M1 etwa 60 Kilometer vor den Toren Budapests und knapp zwei Autostunden von Wien entfernt, kann man ein 35 Hektar großes Übungsgelände mit Panzerwagen durchpflügen und dabei die Kraft von 22 Tonnen Metall quasi selbst bestimmen.
Wo andernorts Bagger und Riesenlastwagen das „etwas andere Spielzeug“ sind, sind es im ungarischen Baj ein Shilka- (ZSU-23-4) und ein Pegasus-Panzer (GSzP-055), eine modifizierte Version des Fahrgestells des schwimmenden Panzers Typ PT-76.
Nach einer telefonischen Terminvereinbarung trifft man sich auf dem Übungsgelände für das zweistündige Abenteuer. Zunächst erfolgt eine kurze technische Schulung samt Einweisung in die Schutz- und Sicherheitsvorschriften, dann geht es auch schon los: Ran an die beiden Steuerknüppel, Platz nehmen auf harten Metallschalensitzen – und ab ins Gelände, wo man die ganze Zeit von einem Trainer beaufsichtigt, die Kraft von 280 und mehr Pferdestärken ausprobieren kann.
Dabei spielt der einstmals militärische Hintergrund der tonnenschweren Geräte im Tarnlook keine Rolle (etwaige „Bewaffnung“ ist nur Attrappe um des Aussehens willen).
Ziel ist es, Grenzerfahrungen zu machen – denn 22 Tonnen Metall zu „beherrschen“ bedarf höchster Konzentration. Da bleibt wenig Zeit für andere Gedanken.
Einen Wagen lenken, mag er auch noch so pompös sein, dürfte leichter sein, denn Panzer werden nicht mit Lenkrädern bewegt.
Der Betreiber Milán Hasznics weiß von Gästen zu berichten, die die Panzertour mangels gepolsterter Sitze und Stoßdämpfern weniger körperlich, denn „geistig” als Entspannung empfanden.
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Für die Regeneration des Körpers und als Ausgleich für Geist und Seele empfiehlt sich beispielsweise das nahe Tata. Die „Stadt der Gewässer“ – wie Tata auch genannt wird – war nämlich bereits im Mittelalter einer der beliebtesten Erholungsorte der Könige.
Am Ufer des Öreg-tó (deutsch: Alter See), auf dem man Wassersport treiben und Dampferfahrten machen kann, steht die Alte Burg mit dem Kuny-Domokos-Museum.
Das älteste Baudenkmal der Stadt ist die Cifra-Mühle aus dem 16. Jahrhundert. Die Ne-pomucénus-Mühle beherbergt heute das deutsche Nationalitätenmuseum mit einer ethnographischen Ausstellung und Zeugnissen der Kultur der in Ungarn lebenden deutschen Minderheit vom 17. Jahrhundert bis heute.
Die Gips-Kopien von 96 weltberühmten antiken Statuen (etwa die Venus von Milo, Nike von Samothrake, Laokoongruppe) sind im „Museum für griechisch-römische Skulpturkopien“ (Szobormáso-latok Múzeuma) im Gebäude der ehemaligen Synagoge zu finden.
Buchung und Information: Gastro-Track, Telefon 0036/30/3979202, Fax 0036/34/384281, E-Mail info@tank.hu, Internet www.tank.hu (auch auf Deutsch verfügbar)
Quelle: Ungarisches Tourismusamt

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