Frankfurt : Deutsches Filmmuseum mit Sonderausstellung 'Das Boot Revisted'

Datum 29.09.2006 13:23 | Thema: Hessen / Hesse

Deutsches Filmmuseum Frankfurt mit Sonderausstellung "Das Boot Revisted"

Erinnern sie sich noch? Am 17. September 1981 wurde der deutsche Spielfilm DAS BOOT welturaufgeführt.

Unter der Regie von Wolfgang Petersen und nach dem Roman von Lothar-Günther Buchheim hatte die Münchener Bavaria Film von 1980 bis 1981 den bis dato teuersten und aufwändigsten deutschen Film produziert, den Millionen von Kinogängern auf der ganzen Welt zum international erfolgreichsten deutschen Film machten.
1983 erhielt DAS BOOT sechs Oscar-Nominierungen. 1985 erzielte die TV-Fassung Einschaltrekorde. 1997 sorgte der Director´s Cut wieder für volle Kinosäle. Der hohe künstlerische und technische Anspruch des Films, die finanzielle Risikobereitschaft der Produktion und die umfangreichen und strapaziösen Dreharbeiten haben DAS BOOT zu einer filmischen Legende gemacht, deren Faszination bis heute ungebrochen ist.

Genau 25 Jahre nach der Uraufführung würdigt das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt DAS BOOT mit einer Sonderausstellung, einer Filmreihe und einem Katalog.

Das Projekt basiert auf einer umfassenden Recherche der Kuratoren und Gestalter Sven Femerling und Georg Grill, die in akribischer Feinarbeit Wohnorte, Requisiten und Rechte recherchierten und insgesamt 50 Stunden Interviews mit Schauspielern, Kleindarstellern, mit Regie, Requisite, Ausstattung, Kostüm, Kamera, Ton, Spezialeffekten und Finanzierung führten.

Mit der filmischen Dramatisierung verwoben wird die reale Geschichte der U96 in den Kriegsjahren 1941-43. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen reich illustrierten Katalog, der die Chronologie der Dreharbeiten ausführlich vorstellt und die Arbeit von Kamera, Kostümbild, Szenenbild, Musik und Bauten anhand der originalen Produktionsunterlagen dokumentiert.

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Zur Eröffnung fanden sich zur feierlichen Eröffnung der Sonderausstellung viele der Crewmitglieder ein.

Während Regisseur Wolfgang Petersen ebenso durch Abwesenheit glänzte wie die Hauptdarsteller Jürgen Prochnow (Kaleu), Herbert Grönemeyer (Leutnant zur See Werner Groney), Heinz Hoening (Funker Hinrichs), Uwe Ochsenknecht (Bootsmann) oder Hubertus Bengsch (Erster Offizier) fehlten und andere wie Martin Semmelrogge (Zweiter Offizier) trotz Zusage absent blieben, gaben bekannte Schauspieler wie Jan Fedder (Pille), Erwin Leder (Maschinist Johann "Das Gespenst"), Martin May (Ullmann), Bernd Tauber (Obersteuermann Kriechbaum), Lutz Schnell (Dufte) oder Dirk Salomon (Markus) der Veranstaltung die gebührende Würde.

Selbst der inzwischen hoch in die 80 gereifte Spezialeffekte-Mann Karly Baumann (Charly Bumm-Bumm) und sein Assistent Willy Neuner, die Kostümbildnerin Monika Bauert oder der Aufnahmeleiter Kurt von Vietinghoff gaben sich und der Schar der Kleindarsteller, darunter Helmut Neumeier (Smut / Koch), Christian Bendomir (Herrmann / Architekt), Willhelm Pietsch (Franz, E-Obermaschinist / Lehrer), Arno Kral (Torpedomaat Hagen / Verleger) oder Hans-Peter Stillenmunkes (Kurrat, Dieselmaat / HNO-Arzt) die Ehre.

Exponate der Sonderausstellung

Die Sonderausstellung bietet einen Rundgang durch die gesamte Produktions- und Rezeptionsgeschichte des Films. Zu den Exponaten zählen ein fünf Meter langes Modell des U-Boots U96, Original-Kostüme wie Herbert Grönemeyers Wollpullover, Jürgen Prochnows Kapitänsmütze und Ledermantel oder Jost Vacanos ARRI-Handkamera.

Zu sehen sind außerdem seltene Originale aus dem Zweiten Weltkrieg, die auch für die Verfilmung verwendet wurden, wie ein Tauchretter und eine ENIGMA-Dechiffriermaschine.

Darüber hinaus lassen Original-Requisiten wie ein Torpedo, ein Tiefenmesser, ein Torpedo- und ein Kugelschott, sowie Konstruktionsentwürfe, Arbeitsdrehbücher, Drehpläne sowie viele bis dato noch unveröffentlichte Fotos weit hinter die Kulissen der Produktion blicken.

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Montag geschlossen
Dienstag 10 - 17 Uhr
Mittwoch 10 - 19 Uhr
Donnerstag 10 - 17 Uhr
Freitag 10 - 17 Uhr
Samstag 14 - 19 Uhr
Sonntag 10 - 19 Uhr

Eintrittspreise zur Sonderausstellung DAS BOOT Revisited

Erwachsene 6,- €
Ermäßigt 4,50 €
Frankfurt-Card 3,- €
Erwachsene Frankfurt-Paß 3,- €
Ermäßigt Frankfurt-Paß 2,25 €

Anfahrtsmöglichkeiten

- U1, U2, U3 "Schweizer Platz": Schweizer Straße in Richtung Main bis zur Ecke Schaumainkai
- Straßenbahn 16 "Gartenstraße": Schweizer Straße in Richtung Main bis zur Ecke Schaumainkai
- U4, U5 "Willy-Brandt-Platz": Untermainbrücke überqueren bis Ecke Schaumainkai

Katalog zur Ausstellung "DAS BOOT"

Der Sonderausstellung hat das Deutsche Filmmuseum einen reichhaltig bebilderten und mit umfangreichen Schlagwort- und Personenregistern versehenen Katalog beigestellt, der beim Henschel-Verlag unter der ISBN 13:978-3-89487-550-3 zu bestellen ist.

Einen Vorortbericht, von Arno Kral "Torpedo-Maat Hagen" finden Sie in tomsnetworking hier

Weitere Infos: Deutsches Filmmuseum, Schaumainkai 41 (Museumsufer), D-60596 Frankfurt am Main, www.deutschesfilmmuseum.de

Fotos: Arno Kral
Quellen: tomsnetworking & Deutsches Filmmuseum



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