Freie Fahrt für alle drahtlosen Geräte in Europa

Datum 03.01.2006 13:26 | Thema: IT News

EU-weite Harmonisierung der Frequenzen für drahtlose Geräte mit geringer Reichweite

Die EU-Kommission hat beschlossen, zwei Frequenzen für drahtlose Geräte europaweit zu harmonisieren. Neben Frequenzbändern für RFID-Nutzungen betrifft dies auch jene, die von drahtlosen Geräten des täglichen Gebrauchs, wie Garagentoröffnern, Alarmanlagen, Baby-Überwachungsmonitoren, Kopfhörern und Mikrofonen genutzt werden.

Für Verbraucher und Hersteller bedeutet das eine Erleichterung, da künftig überall in der EU dieselben Geräte mit geringer Reichweite benutzt werden können und nur noch ein Gerät für den gesamten Binnenmarkt hergestellt werden muss. Zudem könnten zukünftig die Preise fallen.
EU-Kommissarin Viviane Reding, zuständig für Informationsgesellschaft und Medien, erklärte: „Wir alle, ob jung oder alt, kommen regelmäβig mit drahtlosen Geräten kurzer Reichweite wie Garagentüröffnern, Baby-Monitoren, Alarmanlagen bis hin zu medizinischen Implantaten in Berührung.

Die jetzt erlassenen Entscheidungen der Kommission werden dazu beitragen, einen einheitlichen Binnenmarkt für diese Funkgeräte zu schaffen und ihre Akzeptanz wie auch diesen so wichtigen Wirtschaftszweig zu fördern, so dass alle Menschen in Europa davon profitieren können.“


Die neuen Entscheidungen der Kommission werden dazu führen, dass zu meist tragbare Geräte für den Massenbedarf ohne Lizenz in allen Mitgliedstaaten betrieben werden können.

Die Verbraucher werden nicht mehr prüfen müssen, welche Geräte in den einzelnen Mitgliedstaaten benutzt werden können, und brauchen sich keine Sorgen mehr zu machen, ob ein in einem Mitgliedstaat gekauftes drahtloses Gerät in einem anderen Mitgliedstaat funktioniert oder möglicherweise andere Funkverbindungen stört.

Dies wird die Nachfrage beleben, die Produktionskosten der Hersteller senken und die Entwicklung neuer, innovativer Geräte und Anwendungen fördern. Nach einer aktuellen Studie der Kommission wird der Wert des Marktes für diese Geräte im Jahr 2009 auf 25 Milliarden Euro ansteigen.

Auch die Frequenzbänder für RFID-Nutzungen (Radio Frequency Identification: Funkfrequenzkennzeichnung) werden harmonisiert.

Diese elektronischen Etiketten werden zunehmend im Einzelhandel, in der Logistik, zur Warenverfolgung und Personenlokalisierung sowie in Sicherheits- und Alarmsystemen verwendet. Laut Schätzungen wird der Wert des Marktes für RFID-Dienste und -Systeme in Europa (EU-15) bis 2010 einen Wert von 4 Milliarden Euro erreichen.

Alle Informationen im Einzelnen finden Sie hier.






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