
Main-Radweg
Datum 04.08.2004 13:59 | Thema: Radfahr-Urlaub
| Der Main-Radweg – Neukonzeption eines Rad-klassikers
Franken – auf Platz zwei der beliebtesten Radreiseregionen in Deutschland laut ADFC-Radreiseanalyse 2004 – ist um einen Glanzpunkt reicher: der neu konzipierte Main-Radweg.
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Ab August 2004 zeigt sich einer der schönsten Fernradwege Deutschlands noch fahrradfreundlicher.
Die beliebte klassische Strecke entlang des Mains wurde mit neuer Beschilderung, neuem Logo und aktualisierter Streckenführung noch weiter verbessert.
Eingebunden in das „Bayernnetz für Radler“ und in das deutschlandweite Radfernwegenetz (D-Netz) entspricht der Main-Radweg höchsten Bedingungen an Sicherheit, Komfort und touristischer Infrastruktur.
Ein außergewöhnliches Erlebnis für aktive Genießer
Dem abwechslungsreichen Verlauf des Mains von Aschaffenburg bis Bamberg über rund 350 km zu folgen, ist ein einmaliges Erlebnis für enthusiastische Radler.
Der kurvenreiche Fluss führt in immer neue Landschaftsbilder. Wälder, Wiesen und Weinberge, malerische Städte und Städtchen, kulturelle und kulinarische Schätze erwarten den Radler auf der familienfreundlichen Strecke ohne große Steigungen.
Auf dem Main-Radweg lässt sich ungetrübtes Radlvergnügen genießen. Das Flusstal ist abwechslungsreich und liegt abseits des großen Verkehrs.
Interessante Abstecher von der Strecke sind ebenfalls deutlich ausgewiesen.
Fahrradzug entlang des Main-Radwegs
Vom 1. Mai bis 31. Oktober setzt die Bahn gemeinsam mit dem Freistaat Bayern einen Fahrradzug entlang des Main-Radweges ein. Der Zug, in dem Fahrräder kosten-frei mitgenommen werden, verkehrt samstags und sonn-tags sowie an einigen Wochenfeiertagen auf der 190 Kilometer langen Strecke zwischen Aschaffenburg und Bamberg.
Für den Ausflug mit dem Fahrradzug empfiehlt sich das Bayern-Ticket für fünf Personen zum Preis von 22 Euro, das Bayern-Ticket Single für Einzelreisende zum Preis von 15 Euro oder das Schönes-Wochenende-Ticket für fünf Personen zum Preis von 28 Euro am Fahrkarten-automaten.
Diese Fahrkarten gelten an Samstagen oder Sonntagen rund um die Uhr bis Betriebsende.
Informationen: Radfahrerhotline 01805/151415 (0,12 EUR/min).
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Schlösser im sanften Hügelland
Der klassische Main-Radweg beginnt an der hessisch-bayerischen Grenze im Gebiet Spessart-Main-Odenwald.
Richtung Süden radelt man den Main entlang, der eingebettet zwischen Odenwald und Spessart gemächlich dahinfließt. Ein erster Höhepunkt unterwegs ist die alte Residenzstadt Aschaffenburg mit Kirchen, Museen und dem imposanten Schloss Johannisburg direkt am Mainufer.
Mal links, mal rechts des Mains geht es nun weiter durch beschauliche Orte wie Klingenberg, wo man nicht zuletzt wegen des vorzüglichen Rotweins einen Stopp einlegen sollte.
In Miltenberg ist die verwinkelte Altstadt mit dem historischen Marktplatz, den alten Fachwerkhäusern und der Mildenburg aus dem 13. Jahrhundert unbedingt eine Pause wert.
Linker Hand säumen die Hänge des Spessarts die Strecke, erfrischende Badeseen laden unter-wegs zu einer Schwimmpause ein.
Am Ende des Lieblichen Taubertals, am Zusammenfluss von Main und Tau-ber, liegt das schmucke Städtchen Wertheim.
Besonders sehenswert sind hier die Burgruine aus dem 12. Jahrhun-dert und das Grafschaftsmuseum mit Otto-Modersohn-Kabinett. Nun geht es weiter Richtung Norden, vorbei an historischen Monumenten wie dem Fachwerkschloss Homburg oder dem Kloster Triefenstein.
Steile Weinberge wechseln sich mit bewaldeten Hängen und bizarren Bunt-sandsteinfelsen ab. Bald ist Lohr am Main mit seinen Bauwerken der Gotik und Renaissance und dem Spessartmuseum erreicht.
Nach einer Besichtigungstour folgt die nächste Etappe bis zur Drei-Flüsse-Stadt Gemünden.
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Wein, Barock und Lebensart
Von Gemünden geht es wieder Richtung Süden, der Sonne und dem Wein entgegen. Die Landschaft wird weiter, und es gibt viel zu sehen: die historische Innenstadt Karlstadts oder auf der anderen Mainseite Veitshöchheim mit der prunkvollen Sommerresidenz und dem Rokoko-garten.
Malerisch kommt man auf einem Promenadenweg hinein in die Barockstadt Würzburg. Bei all den Sehens-würdigkeiten wie die UNESCO Welterbestätte Würzbur-ger Residenz, die Festung Marienberg oder die Alte Mainbrücke lohnt sich ein längerer Aufenthalt.
Weiter geht es in das Herz des Fränkischen Weinlandes. Mit weinbe-wachsenen Hügeln und charmanten Weinorten weckt diese Gegend südliche Gefühle.
Der Zickzack-Kurs des Mains führt den Weg wieder Richtung Norden in die bekannten Winzerstädtchen Dettelbach, Sommerach, Nordheim und Volkach, wo der Main seine berühmte Schleife dreht.
Nicht nur der Frankenwein in der Bocksbeutelflasche, sondern auch kultureller Hochgenuss im Wein-berg ist angesagt: Die Wallfahrtskirche „Maria im Weingarten“ mit der berühmten Madonna im Rosenkranz von Tilman Riemenschneider.
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Von Weinfranken nach Bierfranken
Der Main-Radweg strebt jetzt den Haßbergen und dem Steigerwald zu.
Die historische Altstadt von Haßfurt lädt zur Rast ein. Auch Zeil am Main mit seinen Fachwerk-häusern strahlt den Charme vergangener Zeiten aus. All-mählich werden die Rebhänge seltener, man nähert sich der Gegend mit der höchsten Brauereidichte Europas.
Vorbei an der berühmten Wallfahrtskirche Maria Limbach wartet die alte Bischofsstadt Bamberg als nächster Höhepunkt. Vor über zehn Jahren wurde das Altstadtensemble zum UNESCO Welterbe erklärt. Aber auch die leiblichen Genüsse kommen nicht zu kurz: Allein neun Brauereien gibt es in Bamberg und natürlich die entsprechenden Bierspezialitäten.
Wer noch sportlich ambitioniert ist, kann dem Main weiter über Bad Staffelstein (Kloster Banz, Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen) nach Kulmbach folgen oder sogar bis zu den Quellen von Rot- und Weißmain vorstoßen.
Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten
Damit die Tour rundum perfekt wird, gibt es entlang des Main-Radwegs eine Vielzahl fahrradfreundlicher Hotel- und Gaststättenbetriebe. Diese mit einem Gütesiegel be-sonders gekennzeichneten Unterkünfte sind ein Garant dafür, dass Radler hier besonders willkommen sind.
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband, der ADFC und der Tourismusverband Franken geben damit allen Fahrrad-Reisenden ein hohes Maß an Sicherheit, dass die Gastgeber auf die spezielle Art des Reisens mit dem Rad eingestellt sind. Egal wie müde, hungrig oder durstig man aus dem Sattel steigt – dem Gütesiegel „Fahrrad-freundlicher Hotel- und Gaststättenbetrieb“ kann man ver-trauen, denn es bietet eine Menge an Komfort.
Und nirgendwo in Bayern gibt es mehr dieser ausge-zeichneten Betriebe als in Franken.
Ein Verzeichnis aller Betriebe, die das Gütesiegel „Fahrradfreundlicher Hotel- und Gaststättenbetrieb“ führen, kann man beim Touris-musverband Franken anfordern.
Auch die Übernachtungsverzeichnisse „Bett & Bike" des Allgemeinen Deut-schen Fahrrad-Clubs (ADFC) machen es Radlern leicht, ein passendes Quartier zu finden.
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Organisierte Radtouren
Für all diejenigen, die gerne eine ausgiebigere, mehrtägi-ge Radtour auf dem Main-Radweg unternehmen möch-ten, aber mit Planung, Unterkunftssuche oder Gepäck-transport nichts zu tun haben möchten, gibt es einige professionelle Radreiseveranstalter, die rundum organisierte Radtouren entlang des Mains anbieten:
„Rad-Touren-Teufel“ (www.radtourenteufel.de) in Würzburg, maintour.de in Bergrheinfeld (www.maintour.de), oder Rad- und Freizeittouristik Manfred Skazel (www.skazel.de) in Tauberbischofsheim.
Zum Beispiel bietet Rad- und Freizeittouristik Skazel von 15. April bis 15. Oktober eine 7-Tages-Tour ab 525,- Euro pro Person von Haßfurt bis Wertheim oder umgekehrt an.
Sieben Übernachtungen in ausgesuchten Hotels oder Komfortgästehäusern, Frühstücksbuffet, Gepäckbeförderung, Karten- und Infomaterial sowie ein 7-Gang Touren-Leihfahrrad sind im Preis enthalten.
Selbstverständlich ist ein beliebiger Ein- und Ausstieg bei der Tour möglich (www.skazel.de).
Der neue Prospekt zum Main-Radweg und weitere Informationen können angefordert werden beim:
Tourismusverband Franken Wilhelminenstraße 6, 90461 Nürnberg Telefon 0911/941510, Fax 0911/9415110 E-Mail info@frankentourismus.de Internet: www.frankentourismus.de
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