
Neue Messergebnisse für Münchner Seen: Lerchenauer See problematisch
Datum 05.08.2008 08:52 | Thema: München
| Münchner Badeseen: Neue Ergebnisse der Wasserqualität
Die mikrobiologischen Untersuchungsergebnisse der Münchner Badeseen zeigten bei der Probenahme in dieser und in der vorangehenden Woche insgesamt gute mikrobiologische Werte, so die Stadt München. Die Badeseen erlauben also wieder aus hygienischer Sicht eine Abkühlung bei guter Wasserqualität. Einzige Ausnahme ist der Lerchenauer See, der erhöhte mikrobielle Belastungen zeigt und zum Zeitpunkt der Probenahme am 30. Juli nicht den Anforderungen der Bayerischen Badegewässerverordnung entsprach.
Das Sachgebiet Umwelthygiene des Referates für Gesundheit und Umwelt kontrolliert regelmäßig die Wasserqualität der Münchner Badeseen und besichtigt in vierzehntägigen Abständen noch bis 10. September die Münchner Badeseen (Fasanerie See, Feldmochinger See, Langwieder See, Lerchenauer See, Luss See, Regatta See, Regatta-Anlage und Riemer See) und deren direktes Umfeld eingehend.
Wie an allen Badeplätzen wird zur Sicherstellung einer einwandfreien Badewasserqualität gebeten, keine Essensreste auf den Liegewiesen zu hinterlassen und das bestehende Verbot, Wasservögel zu füttern und Hunde auf den Liegewiesen frei laufen zu lassen, zu beachten.
Die am Lerchenauer See durchgeführten engmaschigen Kontrollen zeigten in der Vergangenheit wechselnde Untersuchungsergebnisse mit teils einwandfreien bakteriologischen Befunden, teils jedoch erhöhten bakteriologischen Belastungen.
Das Referat für Gesundheit und Umwelt rät daher vorsorglich insbesondere Personengruppen, die durch ihr Badeverhalten (z.B. vermehrtes Wasserschlucken bei Kindern) oder ihren gesundheitlichen Zustand vermehrt gefährdet erscheinen, generell vom Baden im Lerchenauer See ab, da auch künftig dessen hygienischmangelhafte Qualität nicht ausgeschlossen werden kann.
Die Isar ist ein Wildfluss, in dem keine konstante Badegewässerqualität garantiert werden kann. Das Baden liegt also in der eigenen Verantwortung, das betrifft auch Unfallgefahren. Insbesondere bei Starkregen kann es zu Einträgen von Krankheitserregern in die Isar und dadurch zu einem vorübergehenden Infektionsrisiko für Badende kommen.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass nach der im Stadtgebiet München geltenden Bade- und Bootsverordnung vom 21.12.1976 das Baden in der Würm insbesondere wegen Sicherheitsbedenken verboten ist.
Nähere Angaben zur Probenahme und deren Bewertung sowie die jeweils aktuellen Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchung mit der sich daraus ableitenden Bewertung der Wasserqualität können über die Internet-Adresse www.muenchen.de/badeseen entnommen werden.
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